Umso größer die Waffe, umso größer die Solidarität?

Eine Glosse

von | veröffentlicht am 30.01 2022

Pistole, Gewehr, Kalaschnikow oder doch lieber was selbst gebasteltes? Wie ist es mit einem Luftgewehr? Oder was ist mit geworfenen Dingen wie Molotow-Cocktails oder den guten alten Steinen? Wie groß muss die Waffe sein, die einen bedroht, damit in den Lokalnachrichten darüber gesprochen wird? Welche Größe muss sie mindestens haben, dass es in der Tagesschau erwähnt wird? Ab welcher Größe bekundet der Ministerpräsident seine Solidarität?

Weiterlesen

Die Ideologie hinter dem Anschlag von Halle

"Sprengende Wirkung" zwischen White Supremacy und defätistischer Dystopie

von | veröffentlicht am 25.03 2021

Am 21. Dezember 2020 erging nach 25 Prozesstagen das mündliche Urteil im Verfahren gegen den rechtsterroristischen Attentäter von Halle vor dem OLG Naumburg. Die noch anhängigen Revisionsanträge offenbaren, dass mit dem Prozess die gesellschaftliche Auseinandersetzung nicht abgeschlossen sein kann. Zudem forderten Betroffene, Zeug:innen und Nebenkläger:innen die Mehrheitsgesellschaft dazu auf, sich mit Antisemitismus, Rassismus und Antifeminismus auseinanderzusetzen. Mit diesem Text wollen wir am Beispiel des derzeitigen Agierens des in Schnellroda ansäßigen "Instituts für Staatspolitik" (IfS) der Aufforderung nachkommen.

Weiterlesen

CfP: Wie weiter „nach Halle“?

Der Anschlag vom 09. Oktober und seine Folgen

von | veröffentlicht am 21.12 2020

Am 09. Oktober 2019 ereignete sich der antisemitische, rassistische und antifeministische Anschlag in Halle. Heute, am 21. Dezember 2020, wurde nun das Urteil im Gerichtsprozess gegen den Täter verkündet. Doch damit
sollte die Beschäftigung mit der Tat und der Gesellschaft, die diese ermöglichte, nicht enden. Jetzt einen Schlussstrich zu ziehen, wäre fatal.

Weiterlesen

„Die Betroffenen haben sich einen Ort der Aufarbeitung geschaffen“

Interview mit Igor Matviyets zum Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags

von | veröffentlicht am 09.10 2020

Der antisemitische und rassistische Anschlag vom 09. Oktober 2019 ist nun ein Jahr her. Was ist seit dem geschehen und was sind Leerstellen in der Aufarbeitung? Mit dem Prozess zum Anschlag kommen seit Mitte Juli viele Perspektiven zu Wort. Auch Igor Matviyets beobachtet den Umgang mit dem Anschlag in Halle. Wir haben ihn dazu befragt.

Weiterlesen

Der Anschlag in Halle – Die Debatte im Transit-Magazin

Zum Auftakt des Prozesses: Ein Rück- und Überblick

von | veröffentlicht am 22.07 2020

Diese Woche startete der Prozess am Oberlandesgericht gegen den mutmaßlichen Attentäter des antisemitischen und rassistischen Anschlags vom 9.Oktober 2019 in Halle. Während wir euch zu den laufenden Ereignissen die Berichterstattung unserer Freund*innen von Radio Corax ans Herz legen wollen, möchten wir dem folgenden Artikel nochmal einen Überblick zur Diskussion um die Folgen des Anschlags geben, die im Transit-Magazin geführt wurde. Versteht diesen Rück- und Überblick auch gerne als Einladung, weitere Texte zum Anschlag zu verfassen - von analytisch bis persönlich ist alles möglich.

Weiterlesen

„Warum Adriano?“

Ein Überblick über die Aktivitäten zum Tag der Erinnerung 2020

von | veröffentlicht am 09.06 2020

Vor 20 Jahren wurde der Freund, Kollege, Ehemann und Vater Alberto Adriano im Dessauer Stadtpark von drei Jugendlichen aus der ostdeutschen Naziszene ermordet, die sich zuvor zufällig am Bahnhof getroffen hatten. Wir dokumentieren mit diesem Beitrag das, was zum Tag der Erinnerung in diesem Jahr ansteht.

Weiterlesen

– Call for Papers – *UPDATE* (ger, engl, fr, port, farsi, arabic)

How to continue "after Halle"? The attack of October 9th and its consequences.

von | veröffentlicht am 10.05 2020

Am 09. Oktober 2019 ereignete sich der rassistische, antisemitische und antifeministische Anschlag in Halle. Obwohl die Tat und das Datum als Referenzpunkte für Rechten Terror in Deutschland genutzt und in einer Folge mit anderen rechtsextremen Gewalttaten erwähnt werden, ist es nun, vier Monate „nach Halle“, in der Stadt selbst relativ ruhig um das Thema Terror von Rechts geworden.

Mit unserem Call for Papers wollen wir die Debatte dazu wieder in Gang setzen. Bisher beteiligten sich das Kollektiv "IfS dichtmachen" mit einem Artikel zur Rolle der Neuen Rechten, Adrian Lauchengrund mit einer Analyse der ideologischen Hintergründe rechtsradikalen Denkens und rechter Anschläge sowie Tamer Le Gruyere mit der Forderung dass sich Antifaschismus stärker in soziale Kämpfe einmischen muss.

Derweil aktualisieren wir unseren Aufruf, Texte einzureichen. Weiter unten findet ihr nun nicht nur Übersetzungen in englisch, sondern auch in französisch, portugiesisch, farsi und arabisch. Wir freuen uns wenn ihr uns helft, den Text an Menschen weiterzugeben, die diese Sprachen sprechen.

Weiterlesen

Der 13. Oktober 2019

Verpasste Chancen eines ungewöhnlichen Bündnisses

von | veröffentlicht am 05.05 2020

Vor einigen Wochen stellten wir mit unserem Call for Papers die Fragen danach, wie es in Halle nach dem rechtsterroristischen Anschlag vom Oktober letzten Jahres weitergehen kann. Bisher veröffentlichten wir dazu einen Artikel vom Kollekiv "IfS dichtmachen", der die Rolle der Neuen Rechten beleuchtete sowie von Adrian Lauchengrund, der die Ideologie des Rechtsterrorismus analysierte und einen konsequenten Antifaschismus forderte.

Im vorliegenden Artikel plädiert Tamer Le Gruyere dafür, dass antifaschistische Kämpfe zum Ziel haben müssten, soziale Ungleichheit zu beseitigen. Dies würde zum einen den Kern rechtsextremer Ideologie treffen und zum anderen bei den Alltagsproblemen lohnabhängiger Klassen ansetzen.

Weiterlesen