HaSi bleibt!

Beiträge von Redaktion Transit

Spekulation statt Kultur?

Denkmalschutz und Kultur versus Spekulationsinteressen in der Hafenstraße 7

von | veröffentlicht am 08.05 2018

Seit Ende Februar befindet sich das Soziokulturelle Zentrum „Hasi“ in der Hafenstraße auf der Salineinsel in der Schwebe. Der Stadtrat hatte sich damals nicht dazu durchringen können, dem Hausprojekt eine feste Perspektive zu geben. Seitdem setzt der Betreiberverein Capuze e. V. die Nutzung des Objektes dennoch fort. In einer aktuellen Pressemitteilung macht er noch einmal auf die Situation aufmerksam und hinterfragt die Motivation der Eigentümergesellschaft des Geländes.

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„Kommt mit uns nach Schnellroda!“

Shake it up! Die Verhältnisse zum Tanzen bringen – 21.04.2018

von | veröffentlicht am 19.04 2018

Am 21.04.2018 findet in Schnellroda ein Aktionstag mit Workshops, einer Demonstration durch den Ort und Konzerten statt. Die Aktionen richten sich gegen das dort ansässige neurechte „Institut für Staatspolitik“ sowie den dazugehörigen Antaios-Verlag. Das Kollektiv „IfS dichtmachen“ organsiert seit 2 Jahren die Proteste im Ort. Wir haben den bevorstehenden Samstag zum Anlass genommen, ein kurzes Interview mit einer Vertreterin des Kollektivs zu führen.

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Gegen Macker und Rassisten

Feministische Antifa-Demo gegen das Zentrum der Identitären Bewegung in Halle

von | veröffentlicht am 14.04 2018

Am Samstag zogen 750 Menschen durch Halle um erneut gegen das Zentrum der rechtsextremistischen Identitären Bewegung (IB) zu demonstrieren. Themenschwerpunkt war diesmal eine klare Positionierung gegen den Antifeminismus von Rechts.

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Unfaire Behandlung

von | veröffentlicht am 03.04 2018

Vor einem Jahr noch hatte das "Unternehmen aus dem Herzen Mitteldeutschlands"¹ mit einem Bußgeldkatalog von sich reden gemacht. Wer nicht pünktlich zur Arbeit erscheint, hieß es darin, zahlt 5 Euro in die "Mannschaftskasse". "Wer sich nicht in die Pause meldet wenn es sehr ruhig ist oder eine Rauchen geht, wird mit einem Bußgeld von 3 Euro bestraft."² Fahrzeugschlüssel vergessen abzugeben oder Dienstkleidung nicht vollständig zurückgegeben: 5,-€. Checkliste nicht ausgefüllt: Jetzt für nur 2,–€. Uno-Geschäftsführer Herr Kochmann hielt Regeln für selbstverständlich. Ohnehin sollte das Geld aus der Strafkasse teamfördernden Zwecken dienen. Was haben die denn immer? Verstoß gegen das Arbeitsrecht? Und jetzt auch noch das: Sexismus?!? Herr K. versteht die Welt nicht mehr, er "fühlt sich unfair behandelt"³. Die Bildzeitung, Sprachrohr kleiner, mittlerer und großer Männer, lässt Kochmann wüten: "Eine Heidi Klum darf ja auch halbnackt überall hängen. Aber uns als kleinem Mittelständler (sic) wird das Leben schwer gemacht"⁴. Dabei hatte niemand dem kleinen Mittelständler verboten halbnackt überall zu hängen. Lediglich das Unternehmen WallDecaux, das Außenwerbungen in Leipzig betreibt, hatte sich dagegen entschieden, Plakate auszuhängen, die selbst vom Werberat als sexistische eingestuft würden.⁵ Die übrigen Plakate wurden offenbar in Halle verteilt. Aber auch hier wird sich Kochmann unfair behandelt fühlen.

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Eine Minute Stille

von | veröffentlicht am 25.03 2018

24. März 2018, 14:14 Uhr. Es ist still auf dem Willy-Brandt-Platz, dem Bahnhofsvorplatz in Leipzig. In den Himmel ragen Hände zum Victory-Zeichen geformt. Darüber die wehenden Fahnen der YPG und der PYD. "Bevor die Demo los geht, wollen wir in Stille der Gefallenen von Afrin gedenken". Mit diesen Worten hatte ein Redner des Rojava Soli Bündnis Leipzig seinen Redebeitrag zuvor beendet. Trotz erheblicher politischer Differenzen haben sich hier diverse kurdische und linke Aktivist*innen und Splittergruppen zusammen gefunden, um eine Woche nach der brutalen Einnahme von Afrin kund zu tun, dass der Kampf und auch die Unterstützung damit nicht enden.

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„Antifa heißt Landarbeit“

Interview mit der Gruppe Antifa06

von | veröffentlicht am 22.03 2018

„Antifa heißt Landarbeit“ ist oft auf Aufklebern und Transparenten zu lesen. Aber wie ist es bestellt um eine antifaschistische Jugendkultur auf dem Land? Im südlichen Sachsen-Anhalt hat sich nun eine neue Antifa-Gruppe gegründet, die diesen Spruch wörtlich nimmt und den ländlichen Regionen wieder Leben einhauchen will. Wir trafen uns mit einer Vertreterin der Gruppe Antifa06 und sprachen mit ihr über die dringende Notwendigkeit eines praktischen Antifaschismus abseits der Großstadt, über die Spezifika des südlichen Sachsen-Anhalts und über die zukünftigen Pläne der Gruppe.

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„Unsere Leute werden mit deutschen Waffen getötet“

Interview mit Jann über den türkischen Angriff in Nordsyrien und die Afrîn-Solidaritätsdemonstrationen in Halle

von | veröffentlicht am 16.03 2018

Seit Mitte Januar führt die türkische Armee einen Krieg gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und die Zivilbevölkerung in Afrîn – unter anderem mit Waffen aus Deutschland. Während die Bundesregierung weiterhin Rüstungslieferungen in die Türkei in Millionenhöhe genehmigt, gehen zahlreiche Menschen auf die Straße, um gegen den Angriffskrieg zu demonstrieren. Wir sprachen mit einem der Organisator*innen der Demonstrationen in Halle.

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