Kopflos zur Unzeit

Bernd Wiegand muss vorerst den Schlüssel abgeben

von | veröffentlicht am 09.04 2021

Nach einer beispiellosen Impf-Affäre muss Halles Stadtoberhaupt Bernd Wiegand das Rathaus erst einmal räumen, bis die Untersuchung dazu abgeschlossen ist. Bis dahin droht der Stadt eine fatale Hängepartie an der Spitze.

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„Klatschen war gestern, Entlastung ist Morgen!“

Interview mit dem Bündnis „Gesundheit ohne Profite“ aus Halle

von | veröffentlicht am 06.04 2021

In der Corona-Pandemie werden die Missstände des Gesundheitssystems immer deutlicher. Die fortschreitende Privatisierung von Krankenhäusern und die miserablen Arbeitsbedingungen von Pflegekräften haben jedoch bereits eine längere Geschichte. Das Bündnis „Gesundheit ohne Profite“ hat sich gegründet um dieser Situation etwas entgegenzustellen.

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Kassel als Zäsur

Über die neueste Allianz von Bürgertum und Extremer Rechter

von | veröffentlicht am 27.03 2021

Am vergangenen Samstag, dem 20. März demonstrierten in Kassel etwa 20.000 Menschen gegen die Coronapolitik der Bundesregierung. Trotz Missachtung der Auflagen und Angriffe auf Journalist:innen und Gegendemonstrant:innen wurde der Initiative Querdenken erneut von der Polizei eine Stadt überlassen. Die Empörung darüber ist groß. Aber das Problem könnte noch viel größer werden, denn über das Corona-Thema schafft es die Extreme Rechte in ein Milieu hinein zu mobilisieren, das ihr vormals verschlossen war – und dieses radikalisiert sich zunehmend.

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Wenn Gesundheitsversorgung nicht genug Profit abwirft

Angestellte des KMG Klinikum Havelberg kämpfen gegen Krankenhausschließungen im ländlichen Raum

von | veröffentlicht am 20.01 2021

Mitten in der Pandemie wird in Havelberg ein Krankenhaus geschlossen. Im September war Schicht im Schacht in einem der kleinsten Krankenhäuser in Deutschland. Seit mittlerweile fast einem Jahr protestieren die ehemaligen Beschäftigten gegen die Krankenhausschließung. Erst gründeten sie einen Betriebsrat und nach der Schließung den Verein „Pro-Krankenhaus Havelberg“. Unterstützung erfahren sie dabei von den Bewohner*innen der kleinen Hansestadt im Nord-Osten von Sachsen-Anhalt. Havelberg steht exemplarisch für viele ähnliche Konflikte in Deutschland. Wie kann auf dem Land eine gute gesundheitliche Versorgung gewährleistet werden? Und – können eine flächendeckende Gesundheitsversorgung und die Ökonomisierung des Gesundheitssystems überhaupt noch in Einklang gebracht werden?

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Mittendrin – things to come

Wird 2021 zu einem Jahr der Krisen und was wäre eine gute Antwort darauf?

von | veröffentlicht am 08.01 2021

Coronapandemie, Klimakrise, autoritäre Wende, Kommunikations- und Informationskrise, Finanzkrise, Haushaltskrise, Bildungskrise und humanitäre Krise – 2021 verspricht, nicht besser als seine Vorjahre zu werden. Der Kommentar verortet den Schnittpunkt dieser Krisen vor allem in einem Desinformationszeitalter und schlägt eine Antwort darauf vor, die erst einmal nichts mit dem Problem zu tun zu haben scheint.

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Not my Institution?

Potenziale und Probleme institutioneller Allianzen in der Clubkultur

von | veröffentlicht am 11.06 2020

Eigentlich sollte in Leipzig Ende Mai das Balance Club / Culture Festival. Doch daraus wurde aufgrund der Corona-Pandemie nichts. Und auch die Club-Community ist durch den monatelangen Shutdown akut bedroht, befindet sie sich nun quasi in zwei Krisen gleichzeitig. Denn schon vorher war die Lage nicht gerade rosig. Ein im Rahmen des Balance Festivals geplantes Podiumsgespräch über Vernetzungs- und Institutionalisierungsprozesse von Sub- und Clubkultur fand nun trotzdem statt und der Inhalt hätte in Zeiten von Corona nicht passender gewählt sein können. Kordula Kunert, Podiumsteilnehmerin bzw. -Moderatorin und Vorstandsvorsitzende des Leipziger Clubverbands LiveKommbinat, hat das Gespräch im Auftrag des Balance-Festivals in einen Text umgewandelt.

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It Was Like Hell / Es war wie die Hölle

Forced quarantine in Huttenstraße camp / Unfreiwillige Quarantäne in der Gemeinschaftsunterkunft Huttenstraße

von | veröffentlicht am 21.05 2020

At the end of April, the Solidarity group of the Antiracist Network Sachsen-Anhalt carried out an interview with two inhabitants of the Huttenstraße camp in Halle (Saale), who were forced to a month-long quarantine. Here, we republish the interview in English and German translation.

Ende April führte die Soligruppe des Antirassistischen Netzwerks Sachsen-Anhalt ein Gespräch mit zwei Bewohner*innen der Gemeinschaftsunterkunft Huttenstraße in Halle (Saale), die sich einen Monat lang unfreiwillig in Quarantäne befanden. Wir dokumentieren hier das Interview auf Englisch und in der deutschen Übersetzung.

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Stimmen aus dem systemrelevanten Sektor

Studierende berichten von ihren Erfahrungen während der ehrenamtlichen Hilfe in Gesundheitsamt, Fieberambulanz, Bürgertelefon und Krankenhaus

von | veröffentlicht am 12.05 2020

Um dem Personalmangel entgegen zu wirken haben viele Studierende der Medizin in Halle ihre Hilfe in der medizinischen Versorgung angeboten. Sintoma - Medizin und Gesellschaft hat die Kommiliton*innen nach ihren Erfahrungen in den Einrichtungen gefragt. Die Berichte zeigen, dass es - neben guten Erfahrungen - einen großen, nicht eingelösten Wunsch nach Wertschätzung und Anerkennung gibt - nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten. Deutlich wird, dass es aufgrund von Sparmaßnahmen an Material und Personal mangelt.

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Reproduktive Rechte in Zeiten von Corona

Zur aktuellen Situation von ungewollt Schwangeren in Halle

von | veröffentlicht am 08.05 2020

Die aktuelle Situation erschwert die ohnehin komplizierten Bedingungen für ungewollt Schwangere. Die Autorinnen* sind Teil der studentischen Gruppe „Awareness für (H)alle“ und haben sich intensiv mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch unter den derzeitigen Umständen und geltenden Auflagen auseinandergesetzt.

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Das Gesundheitssystem krankt

Am 1. Mai startet in Halle eine Aktionswoche unter dem Motto #VergesellschaftenStattKlatschen

von , , und | veröffentlicht am 30.04 2020

Ein Bündnis hallescher Gruppen ruft pünktlich zum Tag der Arbeiter*innenbewegung zu einer Aktionswoche auf, die sich mit dem aktuellen Zustand des Gesundheitssystems auseinandersetzt. Bis zum 12. Mai, dem internationalen Tag der Pflege, sollen verschiedene Aktionen im öffentlichen und digitalen Raum stattfinden. Die lokalen Gruppen der Interventionistischen Linken, Ende Gelände, der Ver.di Jugend und Sintoma – Medizin und Gesellschaft fordern einen grundlegenden Wandel im Gesundheitssektor, durch den die Interessen der Beschäftigten und Patient*innen vor ökonomische Interessen gestellt werden sollen.

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