Allegorien auf die Klassengesellschaft

Die Premiere von „Ab in den Wald“ an der Oper Halle

von | veröffentlicht am 17.11 2022

Seit dem 12. November läuft „Ab in den Wald“ an der Oper Halle, eine Neufassung des Broadway-Musicals „Into the Woods“ von 1987. Inszeniert von der Regisseurin Louisa Proske und unter musikalischer Leitung von Yonatan Cohen stellt dieses Werk eine musikalische Bearbeitung verschiedener Märchen dar und zeigt einmal mehr den kreativen Output des halleschen Opernhauses. Was uns dieses Märchen-Potpourri zudem über die moderne Gesellschaft zu sagen hat, habe ich in diesem Text analysiert.

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Rationale Apokalyptik

Die Letzte Generation und die Kunst

von | veröffentlicht am 06.11 2022

Die Proteste von Akteur*innen der Letzten Generation hatten in den vergangenen Wochen viele Debatten sowohl in der Presse als auch auf Social Media zur Folge. Viele werfen den Aktivist*innen vor, auf fatale Art und Weise die Ziele der Klimabewegung zu untergraben. Andere wiederum äußern Verständnis, bezweifeln jedoch den Nutzen der Proteste. Konservative glauben sogar antidemokratische Tendenzen erkennen zu können, die man bekämpfen müsse. Doch welche Ideologien zeigen sich in den Reaktionen auf das Vorgehen der Aktivist*innen und welches Verständnis von Kunst wird hier eigentlich verhandelt? Ein Essay über die kulturpolitischen Kontexte von Klimaprotesten.

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„Die Realität hat performativ Regie geführt.“

Trainer:innen – Ein Interview mit dem freien Ensemble p&s und dem WUK Theater Quartier

von | veröffentlicht am 27.10 2022

Das freie Ensemble p&s führt in Kooperation mit dem WUK Theater Quartier die Produktion Trainer:innen auf. „Zehn Trainer*innen in ihren jeweiligen irren Annahmen, dass die Welt sie braucht“, heißt es in der Ankündigung. Über Grenzerfahrungen, Absurdität, Recherche im Sporthotel und Musik im Sport. Höher, schneller, weiter.

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Dancing in the Streets!

Demonstration der freien Musikszene Halle am 9. Juli 2022

von | veröffentlicht am 08.07 2022

Am 9. Juli 2022 gehen Veranstalter*innen und freie Musiker*innen aus Halle auf die Straße, um zusammen zu musizieren und so für den Erhalt der Kultur in der Stadt zu demonstrieren. Organisiert wird die Aktion unter dem Motto „KLANGKARAWANE. Musikkultur ist kein Selbstläufer“ von der Interessengemeinschaft (IG) Musikveranstaltende, die letztes Jahr als Selbstorganisation der freien Kulturszene in Halle entstanden ist. Die Parade startet 15 Uhr auf der Ziegelwiese.

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Home of the Blues

Warum wir keine Heimatklänge brauchen

von | veröffentlicht am 27.05 2022

In der DDR zählte der Blues zu den wichtigsten Identifikationsangeboten all derer, die sich als unangepasst verstanden. Statt sich der allerorts in der DDR beschworenen Treue zur „Heimat“ unterzuordnen, stellten sich Musiker*innen dem staatlich verordneten Kulturbetrieb entgegen und fanden ausgerechnet in der aus den USA stammenden und von Schwarzen Menschen erfundenen Musik einen „Sound“ dafür. Doch wie hängen Musik, kulturelle Aneignung und der Umgang mit dem Begriff Heimat, dessen Bedrohlichkeit besonders im Sammelband „Eure Heimat ist unser Albtraum“ aufgedeckt wurde, eigentlich zusammen? Dieser Essay versucht sich an einer Antwort.

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Kreative Stadtentwicklung in Freiimfelde

Teil 1: Konzept für geplante Gentrifizierung

von | veröffentlicht am 19.12 2021

Vor ‘Creative Coworking Spaces’ und kreativer Wirtschaft schien in den letzten Jahren kaum eine Stadt sicher zu sein. Auch die sachsen-anhaltinische Landesregierung träumte seit 2013 davon, sich in einen “Top-Standort für Kreativunternehmen in Europa” zu entwickeln. Durch umfangreiche Berichterstattung ist ein kreatives Stadtentwicklungsprojekt bekannt geworden: die Freiraumgalerie.

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Gegenöffentlichkeit oder dritte Säule?

Über Anspruch und Wirklichkeit der Praxis freier Radios

von | veröffentlicht am 10.10 2019

Freie Radios bezeichnen sich deshalb als „frei“, weil sie es sich herausnehmen, eigene Inhalte zu setzen. Ihre Arbeit und Berichterstattung ist nicht von Quoten, privatwirtschaftlichen Interessen oder einer Repräsentation des Meinungsspektrums bestimmt – sondern nur von den Redaktionsstatuten, die sie sich selber geben. Sie sind kollektiv organisiert, nichtkommerziell ausgerichtet und haben einen gesellschaftskritischen Anspruch – in diesem Sinne sind sie nicht „neutral“, sondern parteiisch und legen dies offen.

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„Es wird nicht mehr möglich sein, vorrangig Kunst weißer Männer zu zeigen“

Das Projekt „LUX19: Frauenarbeit“ will Kunst und Politik zusammenbringen

von | veröffentlicht am 27.05 2019

Im Rahmen des Projekts „LUX19: Frauenarbeit“ setzen sich zehn Künstlerinnen ein Jahr lang mit dem Thema Arbeit und Geschlecht auseinander. Damit wollen sie auch auf sexistische Strukturen in der Kunstszene aufmerksam machen. Transit sprach mit den Organisatorinnen und einigen teilnehmenden Künstlerinnen.

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Vereint in der Vielstimmigkeit – das Malerinnennetzwerk Berlin-Leipzig

Ein Gespräch über Frauen und Feminismus in der Kunst

von | veröffentlicht am 05.02 2019

Während Berlin den Frauenkampftag gerade in den Rang eines gesetzlichen Feiertages erhoben hat, gibt es in vielen gesellschaftlichen Bereichen auch hierzulande noch wenig zu feiern. Gerade die Kunst, die sich allzu oft als gesellschaftliche Avantgarde feiern lässt, macht um das Thema Gleichstellung von Frauen und Männern immer noch einen mitunter großen Bogen. Doch immer mehr Frauen organisieren sich, so zum Beispiel im MalerinnenNetzWerk Berlin-Leipzig. Wir sprachen mit zwei Vertreterinnen dieser noch sehr jungen Organisation.

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