Die Klimakrise ist eine soziale Krise

Zwei Schüler*innen aus Halle im Gespräch über Klimaaktivismus nach dem Lockdown

von | veröffentlicht am 08.07 2020

Mit Corona kam für die Klimabewegung ein Einbruch in der medialen Aufmerksamkeit. Doch wie die Coronakrise ist auch die Klimakrise eine gesellschaftliche Krise, bei der zu allererst in der Gesellschaft benachteiligte oder ausgeschlossene Gruppen am stärksten betroffen sind. Deshalb müssen gesellschaftliche Themen wie zum Beispiel Antirassismus und Klimaschutz stärker zusammen gedacht werden. Darüber und über andere Themen der Klimabewegung haben wir uns mit Paula und Max von den Fridays For Future Halle (FFF) ausgetauscht.

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Die Krise des Gesundheitssystems war schon lange vor Corona da

Über das Problem der Fallpauschalen

von | veröffentlicht am 11.05 2020
Kundgebung am 29.02. auf dem Marktplatz Halle für mehr Personal

Profitsteigerung ist leider ein Begriff, der auch in den Krankenhäusern tonangebend ist. Heute sitzen kaufmännische Direktor*innen, nicht wie früher die Chefärzt*innen, in den obersten Etagen und machen die Krankenhäuser “fit" für den Markt, um in kapitalistische Konkurrenz mit anderen Häusern treten zu können. Die Träger eines Krankenhauses sind den Patient*innen meist nicht bekannt. Das Personal bekommt meist nur die Auswirkungen zu spüren, ohne einen Einfluss darauf zu haben.

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Der 13. Oktober 2019

Verpasste Chancen eines ungewöhnlichen Bündnisses

von | veröffentlicht am 05.05 2020

Vor einigen Wochen stellten wir mit unserem Call for Papers die Fragen danach, wie es in Halle nach dem rechtsterroristischen Anschlag vom Oktober letzten Jahres weitergehen kann. Bisher veröffentlichten wir dazu einen Artikel vom Kollekiv "IfS dichtmachen", der die Rolle der Neuen Rechten beleuchtete sowie von Adrian Lauchengrund, der die Ideologie des Rechtsterrorismus analysierte und einen konsequenten Antifaschismus forderte.

Im vorliegenden Artikel plädiert Tamer Le Gruyere dafür, dass antifaschistische Kämpfe zum Ziel haben müssten, soziale Ungleichheit zu beseitigen. Dies würde zum einen den Kern rechtsextremer Ideologie treffen und zum anderen bei den Alltagsproblemen lohnabhängiger Klassen ansetzen.

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Auch vor Ort: #LeaveNoOneBehind

In der ZASt Halberstadt stehen hunderte Menschen unter Quarantäne, ohne dass die Versorgung gesichert ist

von und | veröffentlicht am 08.04 2020

Mehr als 800 Geflüchtete dürfen nach einer Coronavirus-Infektion ihre Unterkunft nicht mehr verlassen. Das Antirassistische Netzwerk Sachsen-Anhalt bezeichnet die Zustände in einem offenen Brief als unhaltbar und fordert eine dezentrale Unterbringung und Zugang zu gesundheitlicher Versorgung für die Bewohner*innen.

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Solidarisch gegen Corona

Neues Blogprojekt dokumentiert und analysiert Basiskämpfe gegen die Krise

von | veröffentlicht am 07.04 2020

Seitdem die Corona-Krise die Bundesrepublik Deutschland eingeholt hat, bilden sich auch hierzulande immer mehr Netzwerke und Basisorganisationen, deren Ziel es ist solidarisches Handeln zu befördern. Wir möchten auf einen überregionalen Blog verweisen, in dem vor allem Menschen aus Leipzig, Berlin und Wien aktiv sind. Der berichtet nicht nur aus internationaler Perspektive von Organisierungen und Arbeitskämpfen, sondern möchte mit vertiefender Analyse in die politische Auseinandersetzung der aktuellen Krise intervenieren.

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“Materialengpässe führen dazu, dass wir nicht so arbeiten können, wie es angemessen wäre“

Ein Krankenpfleger berichtet vom Arbeitsalltag in der Krise und macht deutlich, was sich nach Corona ändern muss.

von | veröffentlicht am 01.04 2020

In der Coronakrise offenbaren sich gravierende Mängel im Gesundheitswesen – von zu niedrigen Löhnen bis hin zu fehlenden Schutzmasken. Gleichzeitig gibt es ein erhöhtes öffentliches Interesse für die Situation von Pflegekräften, das die Möglichkeit für strukturelle Verbesserungen bieten könnte. Wir haben mit Moritz, einem Pfleger, der in einem halleschen Krankenhaus arbeitet, über seine Einschätzung der Lage gesprochen.*

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Klasse und Geschlecht aus historischer Perspektive

Frauenbewegung vom 19. Jahrhundert bis 1968

von | veröffentlicht am 29.01 2020

Als 1968 der „Aktionsrat zur Befreiung der Frauen“ den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) mit einem Tomatenwurf zur Debatte über „die Frauenfrage“ zwang, waren die Auseinandersetzungen der sozialistischen und proletarischen Frauenbewegungen vor der Zäsur durch Krieg und Faschismus bereits teilweise vergessen. Eine neue Generation von Frauen entdeckte – auch im Privaten – das Politische, hatte jedoch nur eine Hand voll vorhergehender Aktivistinnen, an denen sie sich abarbeiten, und kaum organisatorische Kontinuität, an die sie anknüpfen konnte.

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Vergessene Revolten

Die Frauen in der Novemberrevolution

von | veröffentlicht am 22.01 2020

Frauen protestierten in Massen gegen den Ersten Weltkrieg und das deutsche Kaiserreich. Ihre Streiks, Demonstrationen und Aufstände waren für die Novemberrevolution wesentlich. Doch während der Auseinandersetzungen um die Richtung der Revolution 1918 tauchten Frauen in dieser Masse nicht mehr auf.

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