Theologie. MACHT. Geschlecht

Eine Ringvorlesung über Feminismen an der Theologischen Fakultät der MLU

von | veröffentlicht am 15.10 2022

Das Gleichstellungsteam der Theologischen Fakultät an der Uni Halle bietet ein neues Veranstaltungsformat an, das sich aus theologischer und religionswissenschaftlicher Perspektive mit der Konstruktion von Geschlechtern und Körpern beschäftigt.

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Regression und feministische Auflehnung

Bericht zur Demo „Für das Recht auf Selbstbestimmung – Schwangerschaftsabbrüche legalisieren!“ in Halle

von | veröffentlicht am 04.10 2022

Das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche wird in vielen Ländern äußerst restriktiv gehandhabt und ist innerhalb einer globalen politischen Regression scharfen Angriffen ausgesetzt. Trotz der Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen in Deutschland wird auch hierzulande massiv in die Selbstbestimmung von Schwangeren eingegriffen. Am 28. September fand hierzu eine Kundgebung auf dem Marktplatz in Halle statt.

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32, feministisch, lesbisch, mit unerfülltem Kinderwunsch – Teil 1

Ich wollte meinen besten Freund als Samenspender

von | veröffentlicht am 29.06 2022

Kindermagnet wurde ich früher genannt. Schon im Grundschulalter war ich immer am Start, wenn kleine Kinder von Freund*innen meiner Eltern zu Besuch waren. Ich spielte mit ihnen, kümmerte mich und wollte vielleicht auch einfach mal ‚die Große` sein. Als Schwester von zwei powervollen älteren Schwestern, die allein durch ihre Präsenz in meiner Wahrnehmung schon gut und gern den Raum erfüllt haben. Ich liebe und bewundere meine Schwestern, ich konnte durch ihre Anwesenheit sowohl Orientierung finden als auch Autonomiekämpfe kämpfen. Unsere Mutter hat sehr jung ihre erste Tochter bekommen und sorgte sich, dass ich einen ähnlichen Weg gehen würde. Ihre Worte 'Warte mindestens bis du 18 Jahre alt bist' sind mir noch deutlich im Ohr. Darüber muss ich aus heutiger Sicht – 32 und mit unerfülltem Kinderwunsch – schmunzeln. Ich frage mich auch, wie diese frühe Prägung mein Rollenbild der Frau - als die Fürsorgliche, die 'Care-Arbeiterin’ – verfestigt hat. Dankbar bin ich für meine feministische Entwicklung, die sowohl dieses eindimensionale Bild von Frauen, als Care-Arbeiter*innen in Frage stellt, als auch die Abwertung dieser Arbeit aufhebt. Meine Mutter hat vier Kinder, alleine in der Hauptsorge, ins und durchs Leben begleitet. Dabei lebten wir in privilegierten Verhältnissen und die finanzielle Versorgung für unsere Familie war mitunter durch Alimente meines Vaters gesichert. So musste meine Mutter neben der Vollzeitcarearbeit nicht auch noch Lohnarbeiten gehen.

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„Raise your Voice against TERFs“

Demonstration gegen Trans*feindlichkeit in der linken Szene in Halle

von | veröffentlicht am 20.04 2022

Am 14. April zog eine feministische Demonstration gegen Trans*feindlichkeit in der linken Szene durch Halle, zu der das „Radikale FLINTA+ Kollektiv Ost“ aufgerufen hatte.

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Studentische Cancel Culture?

Zur Debatte um den Auflösungsantrag gegen den AK Antifa

von | veröffentlicht am 22.03 2022

Am 15. November 2021 beriet der Studierendenrat (StuRa) der Universität Halle über einen gemeinsam eingebrachten Antrag der Offenen Linken Liste, der Grünen Hochschulgruppe und der Juso-Hochschulgruppe zur Auflösung des StuRa-Arbeitskreises Antifaschismus (AK Antifa). Seitdem konnte man vor allem viele Solidaritätsbekundungen gegenüber dem AK Antifa sowie Kritik am Antrag der drei StuRa-Listen vernehmen. Eine Auseinandersetzung mit den Hintergründen des Auflösungsantrags blieb jedoch weitestgehend aus. Wenngleich die Einbringung des Antrags bereits ein paar Monate zurück liegt, hat das Thema an Aktualität doch nichts verloren. Über den Antrag wurde noch nicht abgestimmt und die Gründe für Kritik am AK Antifa bestehen nach wie vor.

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Einladung zum feminist take over

Übernimm mit anderen feministischen Personen die Transit-Redaktion!

von | veröffentlicht am 28.01 2022

Liebe feministische Person,

vor Kurzem gab es ein erstes Treffen, um das folgende angekündigte Vorhaben genauer ins Visier zu nehmen: Einen Monat feminist take over der Redaktion des Transit-Magazins!
Das Transit-Magazin ist zwar ein linker, undogmatischer Blog mit Halle Bezug und das Selbstverständnis hört sich erstmal ganz gut an, aber sowohl die Redaktion besteht vor allem aus cis-endo Typen [1], als auch die meisten der veröffentlichten Texte sind von ihnen geschrieben. Das wollen wir ändern und den Laden ein wenig aufmischen – natürlich in schon getaner Absprache mit den Genoss*innen der Redaktion.

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‚Straßenkampfisierung‘ von Diskursräumen

Ein kritischer Kommentar zum Interview “Belehrend und unsolidarisch”

von | veröffentlicht am 27.09 2021

In einem im Transit-Magazin erschienenen Gespräch kritisieren Organisator:innen des diesjährigen feministischen Kampftages das Verhalten studentischer Vertreter:innen im Zuge einer Antragsstellung. Der Lesekreis Berliner Brücke hat sich mit den dort geäußerten Vorwürfen beschäftigt und plädiert für eine politische Auseinandersetzung, die Raum für Differenzen und Dissens lässt.

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