HaSi bleibt!

Beiträge mit dem Stichwort: ‘Rassismus̵

Im Schatten der Wende

Rechte Gewalt in Sachsen-Anhalt zu Beginn der 1990er Jahre

von | veröffentlicht am 09.07 2019

Wir veröffentlichen an dieser Stelle einen älteren Artikel aus dem Jahr 2014, der sich anlässlich des damals anstehenden 25 jährigen Jubiläums mit dem Ausmaß rechter und rassistischer Gewalt zur Wendezeit in Sachsen-Anhalt befasst. Nach wie vor aktuell ist die Forderung, wonach das Bild von der erfolgreich gestalteten Phase des demokratischen Auf- und Umbruchs in der DDR um jene Facetten zu ergänzen ist, die als Schattenseite der Wende beschrieben und ins Bewusstsein der Gesellschaft gerückt werden muss.

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Kein Vergeben. Kein Vergessen!

"Wir fordern das Durchbrechen des Schweigens"

von | veröffentlicht am 19.06 2019

Am 12. August diesen Jahres findet in Merseburg eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 40. Todestages von Delfin Guerra und Raúl García Paret statt. Mit einem Offenen Brief wendet sich die neugegründete „Initiative 12. August“ an den Oberbürgermeister Merseburgs mit der Forderung, einen öffentlichen Gedenkort in Form einer Gedenkplakette an der heutigen Neumarktbrücke, dem damaligen Tatort, zu errichten. Sie will damit das Schweigen in der Stadt brechen, die noch immer ausstehende Aufarbeitung der Fälle und damit einhergehend die juristische Belangung der Täter*innen erwirken.
Wir als NSU-Komplex auflösen Halle unterstützen diese Forderungen ausdrücklich und versuchen im Folgenden, die strukturelle Kontinuität rassistischer Gewalt sowie des staatlichen Versagens diesbezüglich von der DDR bis zum NSU-Komplex und darüber hinaus zu veranschaulichen.

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Initiative 12. August

Gedenken an Delfin Guerra und Raúl Garcia Paret

von | veröffentlicht am 08.06 2019

Der Todestag der beiden kubanischen Vertragsarbeiter Delfin Guerra und Raúl Garcia Paret jährt sich am 12. August 2019 zum 40. Mal. Die genauen Todesumstände sind bis heute nicht geklärt. Die neu gegründete "Initiative 12. August" erinnert an die beiden Getöteten.

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In Gedenken an Delfin Guerra und Raúl Garcia Paret

Ein offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Merseburg

von | veröffentlicht am 08.06 2019

In den vergangenen Jahren haben wiederholt Berichte des MDR auf die rassistische Verfolgung von Vertragsarbeiter*innen in der DDR hingewiesen. Die Ermordung der beiden kubanischen Vertragsarbeiter Delfin Guerra und Raúl Garcia Paret am 12. August 1979 in Merseburg stand dabei immer wieder im Fokus der Berichterstattung. In Merseburg hat sich nun die "Initiative 12. August gegründet, die dieses Jahr nicht nur eine Gedenkveranstaltung zum 40. Todestag organisieren wird, sondern sich auch mit einem offenen Brief an den Oberbürgermeister Merseburgs wendet.

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Ausstellung „Hotel Global“ – ein Besuch von halle postkolonial

Mit Fairtrade gegen die Ungerechtigkeiten der Globalisierung und die erfolglose Suche kolonialer Zusammenhänge

von | veröffentlicht am 25.03 2019

Die Franckeschen Stiftungen in Halle zeigen derzeit im alten Waisenhaus die Wanderausstellung "Hotel Global", eine interaktive Ausstellung für „Kinder und Familien“. Entwickelt wurde diese vom FEZ-Berlin, Europas größtem gemeinnützigen Kinder-, Jugend- und Familienzentrum. Schirmherrin des Projektes ist die Primatenforscherin Jane Goodall. Sie sieht in dem Projekt die Möglichkeit, jungen Menschen die globale Wechselwirkung von Konsum und Wirtschaft, Kommunikation, Mobilität und Kultur näher zu bringen. Im Kontext der Missionsgeschichte (siehe Infokasten) rund um die Franckeschen Stiftungen haben sich zwei Menschen von halle postkolonial die Ausstellung einmal genauer angesehen.

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Ein Gym für Alle

Das Redore Gym will in Halle Kampfsport anbieten und dabei klare politische Haltung zeigen

von | veröffentlicht am 22.03 2019

Viele Leute finden Kampfsport interessant und würden sich gerne mal darin ausprobieren. Allein, die Hürden sind hoch: Was ist, wenn ich nicht mithalten kann? Ist das nicht zu hart für mich? Und überhaupt: Was soll ich halbes Hemd mit drei Meter großen Muskelpaketen trainieren? Hinzu kommt in einigen Gyms durchaus eine mackerige Atmosphäre bis hin zu offenem Sexismus und Rassismus. All das sollten in Halle bald keine Gründe mehr sein, sich nicht dem Kampfsport zu widmen. Ab Mai wird das Redore Gym eröffnen. Tamer Le Gruyere sprach mit den Gründer*innen.

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„Aryans“ vor dem Landgericht Halle

Eine Prozessbeobachtung des AKJ* Halle (Saale)

von | veröffentlicht am 11.03 2019

Am 01. Mai 2017 mobilisierte die Partei „Die Rechte“ zu einer Nazi-Demonstration nach Halle (Saale), die jedoch erfolgreich blockiert werden konnte. Nun mussten sich anderthalb Jahre später zwei Mitglieder der Neonazigruppierung „Aryans“ vor dem Landgericht Halle verantworten. Der Arbeitskreis Kritischer Jurist*innen (AKJ) mit seiner abschließenden Einschätzung zum Prozess.

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„Ohne Polizei wärt ihr alle tot!“

Prozess gegen zwei Neonazis am halleschen Landgericht

von | veröffentlicht am 31.01 2019

„Ohne Polizei wärt ihr alle tot!“ Dies skandierte eine Gruppe Neonazis am 1.Mai 2017 in Halle nach einer verhinderten Demonstration der Partei „Die Rechte“ in Richtung der Gegendemonstrant*innen. Im weiteren Verlauf des Tages machte eben diese Gruppe Jagd auf Menschen, bewarf sie mit Böllern, Steinen und attackierte schließlich eine Wandergruppe mit einem Starkstromkabel. Nun begann der Prozess vor dem Landgericht Halle.

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Widersprüche schon zu Prozessbeginn

Zum Prozess gegen „Aryans“-Mitglieder vor dem Landgericht Halle

von | veröffentlicht am 29.01 2019

Am 01. Mai 2017 mobilisierte die Partei „Die Rechte“ zu einer Nazi-Demonstration nach Halle (Saale), die jedoch erfolgreich blockiert werden konnte. Nun müssen sich anderthalb Jahre später zwei Mitglieder der Neonazigruppierung „Aryans“ vor dem Landgericht Halle verantworten. Ein Zwischenbericht der Prozessbeobachtung des AK Kritischer Jurist_innen Halle nach zwei von sechs angesetzten Verhandlungsterminen.

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