All Corners Are Beautiful

Gegen die erhöhte Polizeipräsenz in Halle

von | veröffentlicht am 10.04 2024

In Halle ist seit gut einem Jahr eine stark erhöhte Polizeipräsenz spürbar. Das hängt vor allem mit dem halleschen Diskurs um Jugendkriminalität zusammen. Dabei müsste eigentlich klar sein: Die Polizei ist nie ein Teil der Lösung, sondern immer ein Teil des Problems. Das gilt für Halle wie auch überall sonst.

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Die Hochschule muss etwas ändern

Nachbericht zur Vollversammlung im Rahmen der Debatte über rassistische Diskriminierungsvorfälle an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

von | veröffentlicht am 13.02 2024

Knapp drei Wochen ist es jetzt her, dass ein offener Brief, unterzeichnet von über 350 Studierenden, den Senat der Kunsthochschule in Halle erreicht hat. Darin ist von „anhaltenden und ungelösten“ Problemen die Rede. Konkret bezogen wird sich auf rassistische Vorfälle im Umgang mit Dozierenden, das Ausbleiben einer Reaktion in Folge der desolaten Ergebnisse der LaKoG-Umfrage zu Diskriminierung an den Hochschulen Sachsen-Anhalts sowie das Fehlen von Anlaufstellen für Betroffene und mangelnde Diversität unter den künstlerischen Mitarbeiter*innen und Professor*innen.

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„Gedenkorte statt Erinnerungslücken“

Die „Initiative 12. August“ lädt zum Gedenken an Raúl Garcia Paret und Delfin Guerra nach Merseburg ein

von | veröffentlicht am 01.08 2023

Am 12. August jährt sich der Todestag von Raúl Garcia Paret und Delfin Guerra zum 44. Mal. Die beiden Kubaner, die als Vertragsarbeiter in die DDR kamen, starben im Alter von 21 und 19 Jahren bei einer rassistischen Hetzjagd. Die „Initiative 12. August“ setzt sich seit 2019 für ein öffentliches Gedenken am Tatort, der Neumarktbrücke in Merseburg, ein. Zum ersten Mal werden auch Angehörige an der Gedenkveranstaltung vor Ort teilnehmen.

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Mietende lehnen sich auf

Prekäre Wohnzustände im Südpark

von | veröffentlicht am 23.11 2022

Keine Heizung, kaltes Wasser, Kakerlaken und Schimmel: die Wohnsituation in den Wohnungen der „belvona Real Estate GmbH“ im Südpark (Halle-Neustadt) ist prekär. Die Bündnisse „Halle Zusammen“ und „Genug ist Genug Halle" haben gemeinsam eine Küfa (Küche für Alle) mit Haustürgesprächen und Vernetzungstreffen organisiert. Die Wut der Mietenden sei hoch – aber auch die Bereitschaft zur Vernetzung und zum Mietkampf.

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„Und wir können das nie vergessen.“

Drei Jahre nach dem Anschlag in Halle

von und | veröffentlicht am 01.10 2022

Drei Jahre nach dem antisemitischen, rassistischen und frauenfeindlichen Anschlag in Halle am 9. Oktober 2019, bei dem ein rechtsextremer Attentäter zwei Menschen tötete, erscheint nun ein Sammelband über Verlauf und Hintergründe des Gerichtsprozesses.

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Prozess über rechten Angriff auf Journalist*innen auf dem Marktplatz eingestellt

von | veröffentlicht am 06.09 2022

Auf dem Marktplatz in Halle finden regelmäßig rechte Kundgebungen statt. Seit Beginn der Coronapandemie werden verstärkt kritische Beobachter*innen der Veranstaltungen von Teilnehmer*innen der Demonstrationen angegriffen. Nun sind Teilnehmer der rechten Kundgebung vor Gericht gelandet. Der Prozess wurde Ende August 2022 vom Amtsgericht Halle eingestellt. Der Fall zeigt, dass Polizei und Justiz in Halle rechte Gewalt (immer noch) nicht konsequent verfolgen.

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Bürokratie und Schwerkraft

Eine Reportage zu den bürokratischen Hindernissen, die einer Familie in Halle beim Nachzug der minderjährigen Tochter in den Weg gestellt werden.

von | veröffentlicht am 01.04 2022

Das Recht auf Familie ist in Artikel 6 des Grundgesetzes geregelt, na und? Deutsche Behörden verzögern die Familienzusammenführung aus Eritrea nach Deutschland um Jahre, wenn Dokumente fehlen, die in ländlichen Regionen nicht ausgestellt werden.

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Studentische Cancel Culture?

Zur Debatte um den Auflösungsantrag gegen den AK Antifa

von | veröffentlicht am 22.03 2022

Am 15. November 2021 beriet der Studierendenrat (StuRa) der Universität Halle über einen gemeinsam eingebrachten Antrag der Offenen Linken Liste, der Grünen Hochschulgruppe und der Juso-Hochschulgruppe zur Auflösung des StuRa-Arbeitskreises Antifaschismus (AK Antifa). Seitdem konnte man vor allem viele Solidaritätsbekundungen gegenüber dem AK Antifa sowie Kritik am Antrag der drei StuRa-Listen vernehmen. Eine Auseinandersetzung mit den Hintergründen des Auflösungsantrags blieb jedoch weitestgehend aus. Wenngleich die Einbringung des Antrags bereits ein paar Monate zurück liegt, hat das Thema an Aktualität doch nichts verloren. Über den Antrag wurde noch nicht abgestimmt und die Gründe für Kritik am AK Antifa bestehen nach wie vor.

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