Erinnern stören – weil es anders nicht geht

Ein Sammelband entwirft anhand jüdischer und migrantischer Perspektiven ein mosaikgleiches Gegenbild des Erinnerns.

von | veröffentlicht am 07.02 2021

Das Erinnern, insbesondere das Gedenken in Deutschland, ist eng verknüpft mit einer deutsch, weiß, christlich, mitunter patriarchalisch und von großem Pathos geprägten Narration. Aber es gab und gibt immer wieder marginalisierte Erzählungen und widerständige Positionen des Erinnerns, die dagegen halten. Sie stören das deutsche „Gedenk- und Gedächtnistheater“(1), das ewige Lied vom „Wende-Einheitsmärchen“ oder die formalen „Wiedergutmachensperformances“. Sie stören das alles, weil sie stören müssen, weil es nicht anders geht, um einem tatsächlichen Erinnern näher zu kommen.

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Für ein digitales Erinnerungsprojekt

Neues aus der Reihe Provinzeinblick: Interview mit dem Bündnis "Querfurt für Weltoffenheit"

von | veröffentlicht am 02.10 2020

Am 10.10.2020 veranstaltet das Bündnis "Querfurt für Weltoffenheit" ein Vernetzungstreffen für ein digitales Erinnerungsprojekt im südlichen Sachsen-Anhalt. Im Vorfeld hat Richard Haferung mit dem Bündnis über die Inhalte des Treffens und ihre bisherige Arbeit zum Thema gesprochen.

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Weiße Erinnerungspolitik – umkämpfte Geschichte

Eine kritische Auseinandersetzung mit Halles Idolen.

von | veröffentlicht am 19.01 2020

Am 14.01.2019 sind im Innenstadtbereich von Halle Plakate aufgetaucht, die sich mit den drei großen Idolen Halles auseinandersetzen: Francke, Händel und Luther. Wir als Aktionsbündnis Anton Wilhelm Amo Halle wollen in der Diskussion, die gerade in den sozialen Medien und darüber hinaus zu der Aktion läuft, Position beziehen. Nicht zuletzt, weil auch Anton Wilhelm Amos Name auf den Plakaten auftaucht.

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