HaSi bleibt!

Beiträge mit dem Stichwort: ‘Antifa̵

Köthen und Chemnitz: Es geht den Rechten nicht um Trauer, sondern um Raumnahme

Interview mit Torsten Hahnel zur Mobilisierung der Extremen Rechten

von | veröffentlicht am 14.09 2018

In Köthen gab es am vergangenen Wochenende eine Auseinandersetzung zwischen deutschen und afghanischen Staatsbürgern, deren trauriges Ende der Tod eines 22-jährigen Kötheners war. Über den genauen Ablauf der Ereignisse ist bisher wenig bekannt. Zum Teil stellten sich angebliche Beweise, wie die Sprachnachricht einer Zeugin, im Nachhinein als zweifelhaft heraus. Das Todesopfer starb an Herzversagen und die Ermittler schließen Tritte und Schläge gegen den Kopf als Todesursache aus. Die Szene der Extremen Rechten versuchte wie schon zuvor in Chemnitz die Ereignisse für sich zu nutzen. Noch am Sonntag wurde eine Großdemo mit etwa 2500 Teilnehmer_innen durchgeführt. Am nachfolgenden Montag kam es in Köthen und in Halle zu Demonstrationen mit mehreren hundert Teilnehmer_innen. Das Spektrum der Menschen, die dadurch mobilisiert werden konnten, reicht von der bürgerlichen Mitte über die AfD bis hin zu gewaltbereiten Neonazis. Die rechtsextreme Szene scheint von einer neuen Dynamik erfasst und ist in der Lage über vermeintliche Spektrengrenzen hinweg Menschen zu mobilisieren. Torsten Hahnel von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus (AREX) bei Miteinander e.V. beobachtete die Geschehnisse vor Ort. Wir sprachen mit ihm über die Mobilisierung, wie auch über eine geplante weitere Großdemo am Sonntag.

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„Korrigieren Sie ihre fälschlichen Darstellungen!“

Ein Leserinbrief zur Berichterstattung der MZ über die Demo zum NSU-Prozess

von | veröffentlicht am 26.07 2018

Wir haben folgenden Leserinbrief erhalten, der eigentlich an die MZ und im besonderen an deren Journalisten Oliver Müller-Lorey gerichtet war. Da der Brief bisher nicht in der MZ veröffentlicht wurde, kommen wir dem Wunsch nach einer öffentlichen Richtigstellung der tendenziösen Berichterstattung der MZ zu der Demonstration nach dem Urteilsspruch des NSU-Prozesses gerne nach.

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Tendenziöse Berichterstattung in der MZ

Stellungnahme der Gruppe „NSU-Komplex aufloesen Halle“ zur Berichterstattung der Mitteldeutschen Zeitung über die Aktionen im Kontext der Urteilsverkündung im NSU-Prozess

von | veröffentlicht am 16.07 2018

Wir dokumentieren die Stellungnahme der Gruppe "NSU-Komplex auflösen Halle" zur NSU-Prozess-Berichterstattung in der Mitteldeutschen Zeitung.

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NSU-Prozess: Den bitteren Beigeschmack wird man nicht los

Ein Kommentar zum Gedenken in Halle und den Umgang mit der Aufklärung

von | veröffentlicht am 12.07 2018

Am Tag, an dem der NSU-Prozess sein Ende fand, gingen in Deutschland viele Menschen auf die Straße um der Forderung Ausdruck zu verleihen, nun keinen Schlussstrich unter den NSU-Komplex zu ziehen. Unser Kommentar schaut auf die nächtliche Demonstration in Halle sowie die Hilflosigkeit, die sich angesichts der fehlenden gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen und der eigenen Schwäche in der antifaschistischen Linken breitmacht.

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„Beteiligt Euch am Gutscheintausch. Solidarität statt Sanktionen!“

Interview mit dem antirassistischen Netzwerk zum Gutscheintausch im Saalekreis

von | veröffentlicht am 10.07 2018

Seit Herbst 2017 gibt das Sozialamt in Merseburg (Saalekreis) vermehrt „Gutscheine“ statt Bargeld an Geflüchtete aus. Über diese repressive Praxis der Behörde und was dagegen getan werden kann, sprachen wir mit einer Aktivistin des Antirassistischen Netzwerks Sachsen-Anhalt.

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Kein Schlussstrich in Halle

Demo und Videointervention zum Tag der Urteilsverkündung im NSU-Prozess

von | veröffentlicht am 09.07 2018

TAG X steht fest: Am 11. Juli wird das Urteil in München im Prozess um den Nationalsozialistischen Untergrund NSU verkündet. Die Initiative NSU-Komplex auflösen Halle ruft zu einer Demonstration am Abend des Tages der Urteilsverkündung auf.

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„Raus aus diesem Elfenbeinturm“

Zusammenfassung einer Podiumsdiskussion über die Auswirkungen des gesellschaftlichen Rechtsrucks auf das universitäre Leben in Halle

von | veröffentlicht am 01.07 2018

Radio CORAX sprach anlässlich des Antirassistischen Sommerfests auf dem Steintor-Campus der Uni Halle am 23. Juni mit Markus Leber, dem Kanzler der Uni Halle, Lukas Wanke, dem Sprecher des Studierendenrates (StuRa),David Begrich von Miteinander e.V. und Robert Schnepf, Professor am Seminar für Philosophie über die Auswirkungen des gesellschaftlichen Rechtsrucks auf das universitäre Leben.

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Ein Zeichen setzen gegen Rassismus

Initiativen aus Halle feiern am 23. Juni 2018 antirassistisches Sommerfest auf dem Steintorcampus der Martin-Luther-Universität Halle

von und | veröffentlicht am 21.06 2018

Insgesamt 16 Initiativen aus Halle laden Studierende, AnwohnerInnen und interessierte BürgerInnen an diesem Sonnabend zum antirassistischen Sommerfest auf den Steintorcampus der Martin-Luther-Universität ein. Das Antirassistische Sommerfest steht im Zeichen einer politischen Stellungnahme gegen das rechtsextreme Hausprojekt der sogenannten „Identitären Bewegung“, welches im Juni 2017 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Campus der Universität begründet wurde.

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An dem einen oder anderen Punkt haben sie Recht

Anmerkungen zu einem Flugblatt der AG No Tears for Krauts

von | veröffentlicht am 01.05 2018

Am Rande der letzten Demonstration der Kampagne "Kick them out" sorgte ein Flugblatt der AG No Tears for Krauts für Verwunderung, in dem der feministische Schwerpunkt des Protestes gegen das Haus der Identitären Bewegung kritisiert wurde. Der Gastbeitrag widerspricht der Argumentation der AG, derzufolge das feministische Anliegen der Demonstration verkehrt sei, da es nicht die Kritik des Islamismus ins Zentrum rückt, sondern den Antifeminismus der in AG-Augen irrelevanten Identitären Bewegung.

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„Kommt mit uns nach Schnellroda!“

Shake it up! Die Verhältnisse zum Tanzen bringen – 21.04.2018

von | veröffentlicht am 19.04 2018

Am 21.04.2018 findet in Schnellroda ein Aktionstag mit Workshops, einer Demonstration durch den Ort und Konzerten statt. Die Aktionen richten sich gegen das dort ansässige neurechte „Institut für Staatspolitik“ sowie den dazugehörigen Antaios-Verlag. Das Kollektiv „IfS dichtmachen“ organsiert seit 2 Jahren die Proteste im Ort. Wir haben den bevorstehenden Samstag zum Anlass genommen, ein kurzes Interview mit einer Vertreterin des Kollektivs zu führen.

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