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Köthen und Chemnitz: Es geht den Rechten nicht um Trauer, sondern um Raumnahme

Interview mit Torsten Hahnel zur Mobilisierung der Extremen Rechten

von | veröffentlicht am 14.09 2018

In Köthen gab es am vergangenen Wochenende eine Auseinandersetzung zwischen deutschen und afghanischen Staatsbürgern, deren trauriges Ende der Tod eines 22-jährigen Kötheners war. Über den genauen Ablauf der Ereignisse ist bisher wenig bekannt. Zum Teil stellten sich angebliche Beweise, wie die Sprachnachricht einer Zeugin, im Nachhinein als zweifelhaft heraus. Das Todesopfer starb an Herzversagen und die Ermittler schließen Tritte und Schläge gegen den Kopf als Todesursache aus. Die Szene der Extremen Rechten versuchte wie schon zuvor in Chemnitz die Ereignisse für sich zu nutzen. Noch am Sonntag wurde eine Großdemo mit etwa 2500 Teilnehmer_innen durchgeführt. Am nachfolgenden Montag kam es in Köthen und in Halle zu Demonstrationen mit mehreren hundert Teilnehmer_innen. Das Spektrum der Menschen, die dadurch mobilisiert werden konnten, reicht von der bürgerlichen Mitte über die AfD bis hin zu gewaltbereiten Neonazis. Die rechtsextreme Szene scheint von einer neuen Dynamik erfasst und ist in der Lage über vermeintliche Spektrengrenzen hinweg Menschen zu mobilisieren. Torsten Hahnel von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus (AREX) bei Miteinander e.V. beobachtete die Geschehnisse vor Ort. Wir sprachen mit ihm über die Mobilisierung, wie auch über eine geplante weitere Großdemo am Sonntag.

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