Wie weiter nach der Wahl?
Call for Papers - Der 6. September und seine Konsequenzen
Am 6. September erreichte die extrem rechte AfD 43,8 Prozent bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Eine absolute Mehrheit der Sitze verfehlte sie nur knapp, trotzdem ist es wahrscheinlich, dass es zur ersten rechtsextremistischen Regierung in der Geschichte der Bundesrepublik kommen wird.
In Sozialen Medien überschlagen sich die oftmals sehr verkürzten Takes zur Wahl, viele verspüren scheinbar das Bedürfnis ein Statement zum verheerenden Ergebnis der AfD abgeben zu müssen. Ohne Zweifel besteht die Notwendigkeit eines Austauschs über Strategien für politisch Aktive im gesamten Bundesland und darüber hinaus, Kommentarspalten und Slides auf Instagram bieten dafür jedoch kaum Raum, vielmehr verlieren sich Diskussionen hier in Empörung und Plattformlogik.
Aus diesem Grund wollen wir hier im Transit Magazin einen Raum für verschiedene Perspektiven auf die Wahlen und ihre Konsequenzen für von der AfD-Politik Betroffene und politisch Aktive geben.
Bereits im Vorfeld beschäftigten sich verschiedene bei uns veröffentlichte Texte mit der Landtagswahl. Im Rahmen des zweiten Open Calls unserer Literaturrubrik tra.lit schrieben verschiedene Autor*innen literarische Texte zum Thema „(L)OST“ oder suchten fotografische Auseinandersetzungen mit dem Thema. Viel Aufmerksamkeit bekam eine Kritik an der Kampagne „Taktisch Wählen“. Ein weiterer Artikel setzte sich ausführlich ebenfalls mit der taktischen Wahl auseinander. Wir berichteten vom Migra-Streik aus Magdeburg und von der „Antifa Bleiben“ Demonstration am Vorabend der Wahl in Halle. Zudem veröffentlichte der Arbeitskreis Kritischer Jurist*innen mehrere Texte, die sich in kurzer Form mit dem sogenannten „Regierungsprogramm“ der AfD auseinandersetzen.
Nach der Wahl möchten wir eine Debatte anstoßen, die einen Beitrag dazu liefern soll, die Ohnmacht zu überwinden. Es geht dabei nicht darum, fertige Lösungen zu präsentieren, sondern verschiedenen Perspektiven und Gedanken einen Raum zu geben. Beiträge können in Form von Artikeln, Interviews, Essays, Fotos o.ä. eingereicht werden, für andere Ideen sind wir offen.
Unser Aufruf richtet sich insbesondere an von der AfD-Politik möglicherweise Betroffene, solidarisch Engagierte und politisch aktive Gruppen aus Halle, aber auch aus ganz Sachsen-Anhalt.
Du hast Angst vor dem was kommt und möchtest diese in Textform bringen? Du hast dir mit deinen Freund*innen Gedanken gemacht, wie Aktivismus in den nächsten Monaten aussehen könnte? Eure Gruppe hat Ideen, welche Strategien für politische Arbeit es jetzt braucht?
Dann beteilige dich mit deinem Text an der Debatte!
Alle zusammen gegen den Faschismus
Eure Transit Redaktion
Schick uns deine Einsendung bis zum 9. November an redaktion(at)transit-magazin.de (im Stylesheet findest du Orientierung über den formellen Aufbau und unseren Redaktionsprozess).

