Unified Sports

Special Olympics und die Inklusion im Sport


„Leistungssport ist keine Inklusion“ schreibt Nikolai Prodöhl vom Magazin „andererseits“. Die Special Olympics aber schon. Im September 2025 fanden in Halle die Landesspiele statt. Vom 15. – 20. Juni gab es die Nationalen Spiele im Saarland. Wir haben mit Athleten und Athletinnen, Partnern und Partnerinnen und Menschen aus der Organisation gesprochen. Ein Interview und eine Erinnerung.

Disclaimer

Unser Autor hat bei den Landesspielen selbst in dem Team teilgenommen, welches hier interviewt wurde. Es handelt sich bei diesem Artikel um einen persönlichen Nachbericht. Das beeinflusst die Perspektive auf das Turnier. Die Aussagen der Interviewten stehen für sich.

Start auf dem Sportplatz

An diesem Freitag stehen wir auf dem Fußballplatz in Lettin und die Sonne scheint uns mit 30°C auf den Kopf. Wir sind 24 Menschen. So viele sind wir selten. Es ist das letzte Training der Saison. Deshalb wollen wir viel spielen. Wir sind auch so viele, weil unser drittes Männerteam heute gemeinsam mit dem Unified-Team trainiert. Oft sind auch Fans vom Unified-Team beim Training dabei. An diesem Freitag allerdings nicht. Sie sind alle zu den Nationalen Spielen der Special Olympics gefahren, um dort Athlet:innen und Freund:innen anzufeuern. Die Nationalen Spiele von Special Olympics sind das größte Multisport-Event für Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland. Sie fanden dieses Jahr vom 15. – 20. Juni im Saarland statt. Wer sich dort qualifizierte, kann weiterreisen zu den World Games.

Aber wir bleiben erstmal auf dem Sportplatz in Lettin und schwelgen ein wenig in Erinnerungen: Im September letztes Jahr haben Menschen von der Lebenshilfe e.V. gemeinsam mit dem Roten Stern Halle e.V. ein Unified-Team gegründet. Bei den Landesspielen von Special Olympics traten wir gemeinsam unter dem Namen „Rote Flitzpiepen“ an. Wir trainierten monatelang, verloren dann jedes Spiel, feierten gemeinsam und jetzt spielen wir immer noch zusammen. Ehrlich gesagt: Ich hätte es mir nicht schöner vorstellen können.

„Unified-Team“

„Unified-Teams“ sind eine Idee von Special Olympics. In einem „Unified-Team“ spielen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam. Menschen mit Beeinträchtigungen werden Athlet:innen genannt. Menschen ohne Beeinträchtigung nennt man Partner:innen.

Ich spreche mit meinen Teammitgliedern Peter, David und Marcel, unserer Trainerin Laura sowie Karl und Silke von Special Olympics. Wir wollen darüber reden, was das Besondere für uns an diesem Turnier war.

Transit: Das Turnier Special Olympics liegt jetzt zwei Wochen zurück. Habt ihr seitdem nochmal an das Turnier zurückgedacht?

Peter (Athlet): Also, mir tat es ein bisschen weh, dass wir leider bloß vierter geworden sind, aber wir haben trotzdem als Team gut funktioniert, muss ich mal sagen.

David (Athlet): Wir haben als Team wirklich super zusammengehalten, darauf muss ich super stolz sein. Was bei den nächsten Landesspielen aber geändert werden muss, ist, dass wirklich darauf geachtet wird, dass da nicht welche dabei sind, die nicht wirklich unified sind.

Laura (Trainerin): Also ich bin gerade viel damit beschäftigt, wie es weitergehen kann. Ich habe viel mit anderen Leuten darüber geredet und erzählt, wie wir Fußball gespielt haben und wie wir uns darauf vorbereitet haben und das fanden alle irgendwie ganz interessant und spannend.

Karl (Special Olympics): Ich muss sagen, am schönsten war es, als ich die ganzen Fotos gesehen habe. Und ansonsten ist das Büro das reinste Chaos. Die ganzen Kisten stapeln sich, also da ist man gezwungen, daran zu denken.

Transit: Wenn ihr sagt: „das Team hat gut funktioniert“ – Was bedeutet das für euch?

Peter: Wir haben uns alle vor vier Monaten ungefähr kennengelernt. Da hatte ich erst gedacht: „Na, wie wird’s so?“Aber jetzt muss ich wirklich sagen, ihr habt uns sehr, sehr, sehr herzlich aufgenommen. Also ich habe den Abend, nach der Siegerehrung zu Hause dann noch geweint. Das war wirklich für mich sehr emotional.

David: Ich kann mich Peter nur anschließen. Dieses Vertrauen, das wir jetzt haben, war vorher nicht so, wie es jetzt ist. Ja, ihr habt uns gerade das Vertrauen gegeben, was wir vorher nicht hatten. Gerade, wo ich auch verletzt war, fand ich auch super, dass mich Laura da runtergenommen hat, das war einwandfrei. Das war einfach für mich ein Zeichen. Ich will weiterspielen. Mit diesem Team.

Laura: Mir ist aufgefallen, dass ihr ganz toll miteinander umgegangen seid. Ihr habt gegenseitig Rücksicht auf euch genommen. Ihr habt euch immer unterstützt. Ihr wart sehr flexibel. Und ihr habt alles angenommen, was ich euch was gesagt hab. Deswegen würde ich es auch unterstreichen, dass das als Team gut geklappt hat.

Transit: Das war ja für euch alle das erste Mal, dass ihr in einem Unified-Team gespielt habt, aber was ist das eigentlich? Was heißt „unified“?

Karl: Ja genau, das ist immer so ein bisschen die Frage. Das Konzept ist, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam Sport treiben. Da ist die gemeinsame Aktivität im Vordergrund. Es gibt gewisse Regularien, dass zum Beispiel beim Fußball mehr Menschen mit einer Beeinträchtigung auf dem Platz stehen sollen (als ohne Beeinträchtigung, Anm. d. Red.), weil der gemeinsame Sport einfach im Vordergrund steht. Und dann ist halt die Frage, wie man das auslebt. Das sind ja erstmal nur die Rahmenbedingungen und dann ist so die Frage, inwiefern man Spieler auswechselt, wer dort eine Chance hat, wer jetzt Spielzeiten hat, wie fair man miteinander spielt. Es ist einfach so, dass es unterschiedliche Leistungsniveaus gibt, unabhängig von Behinderung oder nicht. Aber für mich ist wichtig, dass niemand ausgeschlossen wird und dass alle mitmachen können, auf eine eigene Art und Weise. Das ist für mich auch wichtiger als das Ergebnis am Ende.

Laura: Ja, ich habe auch mit mehreren Leuten im Nachhinein noch drüber gesprochen, und wir haben uns stellenweise auch gefragt: Wir waren ja alle aus einem Grund da. Um den Gedanken der Special Olympics zu leben, zu erleben, weiterzutragen. Und ich hatte einfach den Eindruck, dass manche Teams oder Einzelpersonen vielleicht nicht so verstanden haben, was dieser Gedanke ist, der hinter diesen Spielen steckt. Und das wurde bei uns schon sehr hervorgehoben. Also dass wir eine gute Umgangsweise untereinander hatten, aber auch den Gegenspieler:innen gegenüber recht fair waren. Es gab auch bei uns die ein oder andere Situation, wo es ein bisschen kriselig war, das kann auch mal passieren, aber trotzdem habt ihr euch immer wieder gut gefangen. Wenn man gesagt hat, gebt euch die Hand und gut ist, dann war das auch wieder gegessen.

Transit: Gab es auch Herausforderungen für euch oder Situationen, vor denen ihr Respekt hattet?

Peter: Naja, ich habe eigentlich immer so eine Angst vor Menschen, die ich noch nicht wirklich lange kenne. Dass ich da mit den Leuten vielleicht nicht klarkomme. Aber es hat ja wirklich super geklappt, von meiner Perspektive.

Marcel (Athlet): Als wir auf dem Platz standen, gingen mir so richtig die ersten Muffen sausen. Die ganzen Massen an Menschen, das ist ja eigentlich auch nicht so mein Ding. Ich bin lieber so einer, der zieht sich dann zurück. Ja, aber ich hab Mut gefasst und hab es trotzdem durchgezogen, bis zum Ende.

Laura: Also ich glaube die größte Herausforderung war, immer eine gewisse Anzahl an Personen beim Training zu haben. Jetzt nicht von Athlet:innenseite aus, sondern eher von Seiten der Partner:innen. Weil ich glaube, je größer und gemischter die Gruppe ist, desto cooler das Training und desto schöner kann man eben am Ende auch spielen. Wir waren ja bei einem Training zum Beispiel auch mal nur zu fünft und dann haben wir einfach andere Leute auf dem Unisportgelände angequatscht und die hatten dann zum Glück Lust mit uns zu spielen. Das Training selber fand ich für mich persönlich nicht herausfordernd, aber eben die Personen zu finden und irgendwie eine coole Gruppendynamik dann auch aufzubauen.

Transit: Jetzt ist es ja so, dass die Partner:innen alle parallel beim Roten Stern gespielt haben. Gleichzeitig ist es ja irgendwie komisch, dass die Athlet:innen nicht alle schon im Fußballverein gespielt haben. Weil ihr habt ja scheinbar voll Bock Fußball zu spielen. Könnt ihr sagen warum?

David: Es kommt drauf an, welche Vereine uns eigentlich nehmen würden, weil manche nehmen keine mit Einschränkungen.

Peter: Also meistens fehlt es ja wirklich an Trainern. Das kann ich aus meiner Perspektive mal so sagen, dass die Trainer nicht richtig ausgebildet sind, oder sowas.

Transit: Jetzt hat Laura gesagt, sie hat schon andere Fußballteams trainiert und das war jetzt keine größere Herausforderung. Also aus deiner Erfahrung, Laura, braucht man vielleicht gar keine spezielle Ausbildung, oder?

Laura: Genau, ich glaube nicht, dass das zwingend erforderlich ist. Ich glaube, es kann sehr hilfreich sein, wenn man irgendwie ein Coaching, eine Schulung, einen Lehrgang dazu hat. Ich glaube aber nicht, dass das zwingend eine Voraussetzung ist. Ich glaube, es ist eine Frage des Wollens und des Machbarmachens. Man muss vielleicht organisatorisch ein paar Dinge besser erklären, oder vielleicht auch die einen oder anderen Voraussetzungen schaffen. Da das in einem Verein alle ehrenamtlich machen, müssen die Personen, die das dann machen sollen, Zeit und Lust darauf haben. Ich kann mir vorstellen, dass das vielleicht nicht bei allen Vereinen gegeben ist, oder dass man irgendwie überfordert ist, weil man vielleicht auch noch nie damit in Berührung gekommen ist und dass man sowas dann wieder fallen lässt, oder nicht weiterführt.

Karl: Nur kurz zu der Trainerfortbildung: Wir bieten auch inklusive Trainerfortbildungen an und da ist es, wie du sagst. Also wir haben vielleicht ein bisschen mehr Erfahrung im Umgang mit organisatorischen Sachen, aber ganz oft sind das auch banale Sachen, die man eigentlich für jede Trainingsgruppe berücksichtigen muss. Also würde ich das gar nicht so groß hervorheben, sondern eigentlich sollte es Grundvoraussetzung sein. Aber mich würde noch mal interessieren, ihr hattet ja vorher bei der Lebenshilfe direkt bei euch ein Training gehabt und dann ist es ja eingeschlafen, aus verschiedenen Gründen. Aber danach habt ihr euch jetzt als Spieler umgehört und geguckt, ob ihr in einem regulären Verein spielen könnt?

Peter: Ja, wir wollten eigentlich zu SG Motor Halle, und haben dort angefragt. Da meinten Sie dann: „Na, wir haben Angst davor.“

David: Nicht nur Motor hatte Angst, sondern auch Wörmlitz hatte Angst.

Transit: Und ihr wärt dann quasi in das Team mit integriert worden, oder hattet ihr angefragt als eigenständiges Team?

Peter: Na wir wollten uns mit integrieren, und da hieß es: „Nee, wir brauchen dann wieder mehr Zeit für euch“ und alles. Und das war dann ein bisschen schade. Ich war dann auch so geknickt, dass ich dann auch meine Zeit für mich gebraucht habe. Und dann habe ich gesagt: „Nee, wenn sie dir jetzt schon hier zwei Absagen geben, dann kassierst du irgendwo anders vielleicht auch noch Absagen“ Und da hab ich dann gesagt, nee, das bringt dann auch nichts mehr.

Karl: Ja. Aber ich glaube, genau das sind ja diese gängigen Vorurteile Also wir haben es ja selber erlebt, beim Fußball: Ihr seid eigenständig dort hingekommen zum Training, wenn man das organisiert hat. Und ich glaube, da fehlt so Berührung einfach miteinander.

Transit: Aber habt ihr euch in der Special Olympics Orga auch mit solchen Fragen beschäftigt? Also welche Herausforderungen es bei der Inklusion im Unified Team geben kann? Oder wusstet ihr schon aus Erfahrung, dass es eigentlich nicht so ein großes Thema ist?

Karl: Hm, naja, ehrlicherweise muss ich sagen, ist es schwierig, Unified Teams überhaupt zu finden. Ich glaube, das ist jetzt eine Vermutung, dass es gängige Nischen gibt und so ist es bei Special Olympics auch ein bisschen: Das ist ein relativ abgeschlossener Bereich, wo insbesondere auch Werkstätten hinkommen, um dort Sport zu machen, was wir auch fördern wollen, aber wo es teilweise schwer ist, eine Verknüpfung herzustellen. Da gibt es auch viel Diskussionsbedarf aber unser Ziel ist es, das weiter voranzubringen.

Laura: Also, dass auch Sportvereine inklusiven Sport anbieten und nicht nur Werkstätten? Weil das ist auch der Eindruck, den ich hatte. Ich glaube, wir waren ja quasi der einzige Sportverein, der jetzt dort war.

Karl: Genau, das läuft eher über Einrichtungen und da macht dann Betreuer XY noch mit. Vielleicht ist das dann auch ein anderes Setting, aber unser Ziel ist auf jeden Fall, dass auch Menschen mit einer Beeinträchtigung eher in den Regelsport, in den Verein, kommen. Darf ich nochmal fragen, was für euch jetzt der größte Unterschied zwischen eurem Team bei der Lebenshilfe und dem Unified Team beim Roten Stern war?

Peter: In der Lebenshilfe haben wir wirklich nicht so gespielt, wie die Positionen angesagt wurden von unserem Trainer. Und bei Laura haben wir das komischerweise gemacht. Das kommt dann eben auch drauf an, wie man mit den Leuten umgeht als Trainer.

David: Da mussten wir ständig nur den Ball hin und her schmeißen und unseren Namen sagen. Da kam ich mir vor wie im Kindergarten.

Peter: Torschussübungen hatten wir auch nicht.

Marcel: Er hat uns eigentlich kaum Anweisung gegeben. Wir haben mal hinten in der Abwehr gestanden, mal haben wir mit vorne mitgemischt. Also wir haben hin und her durchgemischt.

Peter: Ja und du hast immer nur dasselbe gemacht. Jedes Mal. Wie kommst du dir da vor, wenn du jeden Montag dastehst? Ich heiße Peter, der heißt David, der heißt Marcel.

David: Auf jeden Fall ist das Coaching jetzt für mich und für das komplette Team besser.

Transit: Zum Abschluss noch die Frage: Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

David: Also ich würde mir wünschen, dass das Team erhalten bleibt, weil das Team, was jetzt zu Special Olympics gespielt hat, das war mega.

Karl: Ja, also ich würde mir für euch wünschen, dass ihr weiterhin eurem Hobby nachgehen könnt, dass ihr Fußball spielen könnt, egal in welcher Form, also das fände ich irgendwie am wichtigsten. Für Special Olympics hoffe ich, dass es weiterhin großen Anklang in der Bevölkerung findet, bei allen Menschen und die Idee von inklusivem Sport dadurch auch weitergetragen wird.

Marcel: Dass wir weiterhin mit der Gruppe, wie wir jetzt unterwegs waren, Fußball spielen können und dass es auch irgendwann jetzt wieder mal losgeht mit dem Training. Das fehlt so richtig.

Silke: Ich wünsche mir, dass unser Boccia-Team auch erhalten bleibt und dass wir weiterhin Training machen können.

Laura: Ich wünsche mir, dass alle Menschen Sport treiben können und dem Hobby nachgehen können, was sie gerne machen. Also Silke zum Beispiel Boccia oder Tanzen und alle anderen hier wahrscheinlich Fußball. Und deswegen wünsche ich mir, dass wir diese Sportgruppe in welcher Art auch immer, aufrechterhalten können.

Peter: Also ich wünsche mir wirklich auch, dass unsere Sportgruppe weiterspielen kann. Und wenn es halt nicht so ist, dann können wir auch mal bei den anderen Teams mit reinschnuppern. Hauptsache wir kriegen unser Training wieder.

Abschließender Eindruck

Für mich war das Spielen im Unified-Team eine Erfahrung, die sich von anderen Fußballteams unterscheidet. Auch beim Roten Stern haben wir ein Team, das sehr auf Fairplay achtet. Und trotzdem wird im Spiel manchmal gefoult oder gemeckert. Das gabs beim Unified-Team fast gar nicht. Hier war etwas anderes wichtig: Bei Special Olympics steht nicht die Leistung, sondern der gemeinsame Spaß am Sport im Vordergrund. Ein sportlicher Wettkampf, ohne dass der Wettkampf zu große Bedeutung hat. Das tut gut!

Es kommt aber auch darauf an, wie die Teams miteinander umgehen. Auch wir haben uns nach Niederlagen geärgert und bei jeder Chance mitgefiebert. Aber im Zentrum stand eben das gemeinsame Sporttreiben. Unser Blick war immer auf das nächste Spiel oder das nächste gemeinsame Training gerichtet. Wenn es gelingt, diese Atmosphäre zu erzeugen, kann inklusiver Sport gelingen.

Mitmachen?

Das Unified-Team besteht als Team des Roten Stern weiter. Im Oktober ist das nächste Turnier gemeinsam mit Special Olympics. Wer Lust auf eine besondere, gemeinschaftliche Sporterfahrung hat, kann sich uns gerne anschließen. Unsere Kontaktdaten findet ihr unter:
https://www.rotersternhalle.org/der-stern/sei-dabei/

Bildrechte: Special Olympics Sachsen-Anhalt

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