„Wir brauchen Platz“

Freiraumprojekte in Halle und ihre Bedeutung

von | veröffentlicht am 06.11 2017

2017 scheint das Jahr der Freiräume in Halle zu sein. Ausgelöst von den Existenzkämpfen des sozialen Zentrums “Hasi” in der Hafenstraße 7 oder der erneut ohne Bleibe dastehenden Rockstation wurde viel diskutiert und solidarisiert. Im Sommer fand eine Demo für Freiräume statt. Im Rahmen der ersten Kritischen Einführungswochen an der Uni Halle – selbst ein ganz neuer Freiraum in der Stadt – lud die Interventionistische Linke (IL) Halle vier hallesche Freiraumprojekte zur Diskussion ein.

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Sozialistisches Clusterfuck gegen die kapitalistische Mentalität

Wie die »Neue Rechte« die soziale Frage diskutiert

von | veröffentlicht am 04.11 2017

Marx vom Marxismus befreien - dieses Postulat veröffentlichte Ende 2004 die Zeitschrift Elements, das publizistische Flaggschiff der französischen »Nouvelle Droite« rund um deren Vordenker Alain de Benoist. So sollte ausgelotet werden, welche theoretischen Versatzstücke von Karl Marx für die Ideologieproduktion der Neuen Rechten nützlich gemacht werden könnten. Der Sozialwissenschaftler Alfred Schobert, der diese Entwicklungen beobachtete, beschrieb diese Taktik einst als »Diskurspiraterie«.

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„Hasi“: Neues Leben in der Hafenstraße Nummer 7

Von der Gasanstalt zum soziokulturellen Zentrum

von | veröffentlicht am 31.10 2017

Seit Monaten wird um ein Haus in der Hafenstraße 7 in Halle gerungen. Es handelt sich um das Verwaltungsgebäude einer früheren Gasanstalt, das im Januar 2016 von einer Gruppe junger Aktivist*innen besetzt wurde. Nach einer schnellen Duldungsvereinbarung sollte auf dem Grundstück auf halbem Weg zwischen Alstadt und Neustadt ein Soziales Zentrum entstehen. Doch schon Anfang 2017 war die Zukunft des Projektes ungewiss geworden. Bis heute ist nicht geklärt, wie es langfristig in der Hafenstraße weitergehen soll. Denn die Initiative stößt nicht nur auf Gegenliebe.

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Union Flag – alles Dreck?

Die Renaissance der Sozialen Frage und die Ohnmacht der radikalen Linken

von | veröffentlicht am 31.10 2017

Denkt man an Halles Linke, kommen den wenigsten Gewerkschaften in den Sinn. Oder mehr noch und allgemeiner formuliert: Linker Aktivismus wird in den seltensten Fällen mit Arbeitskämpfen und betrieblichen Auseinandersetzungen um Mitbestimmung, Lohn, Arbeitszeit und bezahltem Urlaub verknüpft. Das ist schade, birgt doch die Arbeitswelt großen Raum für Agitation, Organisierung und praktisch erlebbare Solidarität.

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