Prozess über rechten Angriff auf Journalist*innen auf dem Marktplatz eingestellt

von | veröffentlicht am 06.09 2022

Auf dem Marktplatz in Halle finden regelmäßig rechte Kundgebungen statt. Seit Beginn der Coronapandemie werden verstärkt kritische Beobachter*innen der Veranstaltungen von Teilnehmer*innen der Demonstrationen angegriffen. Nun sind Teilnehmer der rechten Kundgebung vor Gericht gelandet. Der Prozess wurde Ende August 2022 vom Amtsgericht Halle eingestellt. Der Fall zeigt, dass Polizei und Justiz in Halle rechte Gewalt (immer noch) nicht konsequent verfolgen.

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Freier Weg für „Bewegung Halle“?

Antifa blockiert verschwörungsideologische Demonstration

von | veröffentlicht am 12.01 2022

Schon seit mehreren Monaten zieht die „Bewegung Halle“ als verschwörungsideologisches Protestbündnis montags durch die Innenstadt Halles. So auch am vergangenen Montag, dem 10.01.2022. Laut Polizei schlossen sich dem Protest ca. 2000 Personen an. Ein lautstarker antifaschistischer Gegenprotest stellte sich mit circa 250 Personen dem Aufmarsch an unterschiedlichen Orten entgegen.

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„Am Ende will niemand AfD-Sympathisant sein.“

Rechte Gesinnung als Tatmotiv?

von | veröffentlicht am 05.08 2021

Im Mai 2019 wird ein 36-Jähriger in Halle (Saale) nachts an einer Tankstelle zusammengeschlagen. Der Täter ist AfD-Anhänger, der Betroffene hatte sich zuvor gegen rechts positioniert. Zwei Jahre danach wird der Fall am Amtsgericht Halle verhandelt. Angeklagt ist der Angreifer wegen gefährlicher Körperverletzung. Im Verlauf des Prozesses bestreitet er jedoch einen politischen Hintergrund für seine Tat.

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– Call for Papers – *UPDATE* (ger, engl, fr, port, farsi, arabic)

How to continue "after Halle"? The attack of October 9th and its consequences.

von | veröffentlicht am 10.05 2020

Am 09. Oktober 2019 ereignete sich der rassistische, antisemitische und antifeministische Anschlag in Halle. Obwohl die Tat und das Datum als Referenzpunkte für Rechten Terror in Deutschland genutzt und in einer Folge mit anderen rechtsextremen Gewalttaten erwähnt werden, ist es nun, vier Monate „nach Halle“, in der Stadt selbst relativ ruhig um das Thema Terror von Rechts geworden.

Mit unserem Call for Papers wollen wir die Debatte dazu wieder in Gang setzen. Bisher beteiligten sich das Kollektiv "IfS dichtmachen" mit einem Artikel zur Rolle der Neuen Rechten, Adrian Lauchengrund mit einer Analyse der ideologischen Hintergründe rechtsradikalen Denkens und rechter Anschläge sowie Tamer Le Gruyere mit der Forderung dass sich Antifaschismus stärker in soziale Kämpfe einmischen muss.

Derweil aktualisieren wir unseren Aufruf, Texte einzureichen. Weiter unten findet ihr nun nicht nur Übersetzungen in englisch, sondern auch in französisch, portugiesisch, farsi und arabisch. Wir freuen uns wenn ihr uns helft, den Text an Menschen weiterzugeben, die diese Sprachen sprechen.

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Etliche Haken

Ein Rückblick auf die "Causa Möritz"

von | veröffentlicht am 07.01 2020

CDU-Kreisvorstandsmitglied Robert Möritz hat ein rechtsextremes Symbol tätowiert, war Ordner auf einer Neonazidemo und ließ sich mit Mitgliedern einer Naziband fotografieren. Weil das für die Partei zunächst kein Problem war entwickelte sich abermals eine Regierungskrise in Sachsen-Anhalt

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Traurig solidarisch wütend aktiv sein

Eine Idee, wie es nach dem Attentat in Halle weitergehen kann

von | veröffentlicht am 14.10 2019

Wenige Tage nach dem neonazistischen Attentat in Halle überwiegt immer noch Ratlosigkeit. Die Frage nach dem „Wie weiter“ birgt ein Konfliktpotential, das vermieden werden könnte, wenn Trauer, praktische Solidarität und weitergehende politische Reaktionen nicht gegeneinander ausgespielt werden würden.

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