Mietende lehnen sich auf

Prekäre Wohnzustände im Südpark

von | veröffentlicht am 23.11 2022

Keine Heizung, kaltes Wasser, Kakerlaken und Schimmel: die Wohnsituation in den Wohnungen der „belvona Real Estate GmbH“ im Südpark (Halle-Neustadt) ist prekär. Die Bündnisse „Halle Zusammen“ und „Genug ist Genug Halle" haben gemeinsam eine Küfa (Küche für Alle) mit Haustürgesprächen und Vernetzungstreffen organisiert. Die Wut der Mietenden sei hoch – aber auch die Bereitschaft zur Vernetzung und zum Mietkampf.

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Tiere sind keine Ware!

Demonstration gegen Tönnies in Weißenfels

von | veröffentlicht am 04.11 2022

Seit Anfang der 90er betreibt der Fleischproduzent Tönnies die massenhafte Produktion von Schweinefleisch in Weißenfels. Um auf die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und den grausamen Schlachtbetrieb aufmerksam zu machen, organisierte die Gruppe „Animal Rights Watch“ am 29. Oktober eine Demonstration in Weißenfels.

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„Wegwerfmenschen“ in der Fleischindustrie

Bericht zur Präsentation des Buches „Ist das System Tönnies passé?“ am 7. Oktober in Weißenfels

von | veröffentlicht am 13.10 2022

Am 7. Oktober 2022, dem Welttag für menschenwürdige Arbeit, fand in Weißenfels auf Einladung der Kreisgruppe Burgenlandkreis des Bundes Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Präsentation des neuen Buches über das System Tönnies statt, um über die unterirdischen Arbeitsbedingungen in diesem Unternehmen zu informieren.

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Genug ist Genug

Demonstrationen gegen die aktuelle Krisenpolitik in Halle

von | veröffentlicht am 25.09 2022

Am 15. und 17. September fanden zwei Demonstrationen gegen die Krisenpolitik der amtierenden Bundesregierung und für soziale Gerechtigkeit statt. Die zwei neu gegründeten Bündnisse „Halle Zusammen!“ und „Genug ist Genug Halle“ hatten zum Protest aufgerufen.

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Geschichten des Klassenkampfes

Ein Bericht über die Lesung zum Buch „Spuren der Arbeit“

von | veröffentlicht am 14.06 2022

In Kooperation mit der Ortsgruppe Halle der Freien Arbeiter*innen-Union (FAU) organisierte die IWW (Industrial Workers of the World) eine Lesung zum Buch „Spuren der Arbeit. Geschichten von Jobs und Widerstand“ in der Volksbühne am Kaulenberg. In dem Buch erzählen keine professionellen Schriftsteller*innen, sondern Arbeiter*innen über ihre Erfahrungen rund um die Probleme bei der Arbeit und wie sie mit ihnen umgehen. Die Texte sind überwiegend dem Blog Recomposition entnommen, einem Online-Projekt des IWW mit radikalen Arbeiter*innen, und wurden von Organizer*innen aus einer Handvoll Länder verfasst.

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Der Superlativ des Gemüses

Eine Polemik über helle Stangen und ihre finsteren Erntebedingungen

von | veröffentlicht am 14.05 2021

SPARGEL! Jedes Frühjahr aufs Neue schlagen sich abenteuerlustige Lokaljournalist*innen durch die Äcker in Baden, Franken, im Münsterland oder Beelitz, um eine*n echte*n Spargelbäuerin*bauern dabei zu fotografieren, wie sie*er bemüht in braunen Dämmen wühlt und den ersten Spargelstich prophezeit. Und prompt schlagen die Kartoffelherzen in der Republik höher. Ein Glück, soll der kahle Stängel laut „ältestem chinesischen Heilpflanzenbuch“ (wikipedia.org) doch gegen Herzklopfen helfen. Aber was sucht die preußische Superstange eigentlich in einem antiken, fernöstlichen Medizinbuch? Hat der Deutschen liebstes Gemüse etwa Migrationshintergrund? Diejenigen, die sich jedes Jahr auf „unseren“ Spargelfeldern abschuften, jedenfalls schon. Es wird Zeit an dem butterigen Glanzlack des deutschen Gemüseschlagers zu kratzen und die Arbeitsbedingungen von Saisonarbeiter*innen in Sachsen-Anhalt unter die Lupe zu nehmen.

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„Die globale Arbeiterklasse ist multigeschlechtlich“

Interview mit dem Politikwissenschaftler Vincent Streichhahn über die „Frauenfrage“ in der Arbeiterbewegung

von | veröffentlicht am 10.01 2021

Noch zu häufig werden Feminismus und Klassenkampf als Themen betrachtet, die höchstens am Rande etwas miteinander zu tun hätten. Die Linke im 21. Jahrhundert täte jedoch gut daran, diese Vorstellung hinter sich zu lassen. Um die strukturelle Verbindung von Klassen- und Geschlechterfragen in den Blick zu rücken, lohnt sich ein Blick in die Geschichte. Dazu haben wir mit dem Politikwissenschaftler Vincent Streichhahn gesprochen, der gerade einen Sammelband zum Thema mit herausgegeben hat.

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Stimmen aus dem systemrelevanten Sektor

Studierende berichten von ihren Erfahrungen während der ehrenamtlichen Hilfe in Gesundheitsamt, Fieberambulanz, Bürgertelefon und Krankenhaus

von | veröffentlicht am 12.05 2020

Um dem Personalmangel entgegen zu wirken haben viele Studierende der Medizin in Halle ihre Hilfe in der medizinischen Versorgung angeboten. Sintoma - Medizin und Gesellschaft hat die Kommiliton*innen nach ihren Erfahrungen in den Einrichtungen gefragt. Die Berichte zeigen, dass es - neben guten Erfahrungen - einen großen, nicht eingelösten Wunsch nach Wertschätzung und Anerkennung gibt - nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten. Deutlich wird, dass es aufgrund von Sparmaßnahmen an Material und Personal mangelt.

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Solidarisch gegen Corona

Neues Blogprojekt dokumentiert und analysiert Basiskämpfe gegen die Krise

von | veröffentlicht am 07.04 2020

Seitdem die Corona-Krise die Bundesrepublik Deutschland eingeholt hat, bilden sich auch hierzulande immer mehr Netzwerke und Basisorganisationen, deren Ziel es ist solidarisches Handeln zu befördern. Wir möchten auf einen überregionalen Blog verweisen, in dem vor allem Menschen aus Leipzig, Berlin und Wien aktiv sind. Der berichtet nicht nur aus internationaler Perspektive von Organisierungen und Arbeitskämpfen, sondern möchte mit vertiefender Analyse in die politische Auseinandersetzung der aktuellen Krise intervenieren.

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“Materialengpässe führen dazu, dass wir nicht so arbeiten können, wie es angemessen wäre“

Ein Krankenpfleger berichtet vom Arbeitsalltag in der Krise und macht deutlich, was sich nach Corona ändern muss.

von | veröffentlicht am 01.04 2020

In der Coronakrise offenbaren sich gravierende Mängel im Gesundheitswesen – von zu niedrigen Löhnen bis hin zu fehlenden Schutzmasken. Gleichzeitig gibt es ein erhöhtes öffentliches Interesse für die Situation von Pflegekräften, das die Möglichkeit für strukturelle Verbesserungen bieten könnte. Wir haben mit Moritz, einem Pfleger, der in einem halleschen Krankenhaus arbeitet, über seine Einschätzung der Lage gesprochen.*

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