Das „IfS“ und der Anschlag von Halle

Die „Neue Rechte“ zwischen Verharmlosung und Verschwörungstheorien

von | veröffentlicht am 10.04 2020

Am 9. Oktober 2019 ereignete sich der rassistische, antisemitische und antifeministische Anschlag in Halle. Transit hatte anlässlich der inzwischen eingekehrten „Ruhe“ mit einem Call for Papers dazu aufgerufen, Beiträge rund um das Thema einzureichen. Wir veröffentlichen hier den ersten Beitrag, der sich mit einem Artikel in der „neurechten“ Zeitschrift „Sezession“ auseinandersetzt.

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Einsame Insel oder Untergrund?

Redebeitrag zur Spontan-Demo gegen die Zusammenarbeit von CDU, FDP und AfD

von | veröffentlicht am 07.02 2020

Die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten Thüringens, die durch eine Zusammenarbeit von CDU, FDP und AfD ermöglicht wurde, hat bundesweite Demonstrationen, eine mediale Welle des Entsetzens und starke Kritik vieler prominenter Politiker*innen ausgelöst. In der Folge kündigte Kemmerich an, als Ministerpräsident von Gnaden der AfD abzutreten. Wir dokumentieren den Redebeitrag einer Aktivistin, die auf der Spontandemonstraion in Halle am Wahlabend ihrer Wut Ausdruck verliehen hat, auf Verbindungen der "bürgerlichen Mitte" zu faschistischen Ideologien hinwies und deutlich machte, dass antifaschistische Interventionen in Zukunft notwendiger denn je bleiben werden.

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Lippenbekenntnisse

Thüringenwahl: Der antifaschistische Konsens ist endgültig verschwunden

von | veröffentlicht am 05.02 2020

Nach der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen herrschen Aufregung und Entsetzen. Doch das Ergebnis kommt nicht überraschend. Ein Kommentar.

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Ein Plan, die deutsche Wirtschaft zu zerstören

Die extreme Rechte versucht, die soziale Frage gegen die ökologische Frage auszuspielen - Compact ist ganz vorne mit dabei

von und | veröffentlicht am 14.11 2019

Als wohl einflussreichste deutsche Publikumszeitschrift der extremen Rechten bedient Compact notorisch die Erzählung des »Klimaschwindels« und versucht, Klimaschutz als Elitenthema gegen die Anliegen der »kleinen Leute« auszuspielen. Auch die diesjährige, für den 16. November in Magdeburg angekündigte »Konferenz für Souveränität« ist dem Thema »Klimawahn« gewidmet.

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„Wehe, du sagst etwas!“

Erinnerungen einer 82-Jährigen nach dem AfD-Wahlerfolg in Thüringen

von | veröffentlicht am 03.11 2019

Die AfD feiert gerade in Ostdeutschland einen Wahlerfolg nach dem anderen. Zuletzt erreichte der Höcke-geführte Landesverband in Thüringen 23 Prozent bei zweistelligen Zugewinnen gegenüber der letzten Wahl. Nur in der Altersgruppe Ü60 kam die AfD nicht auf Platz 1 bei den Wähler*innen. Wir sprachen mit der Thüringerin Marie Kolberg darüber, wie sie das Ergebnis aufgenommen hat und welche Lebenserinnerungen sie damit verbindet.

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Laut sagen, was ist

Rechtsterroristische Netzwerke sind auch in Sachsen-Anhalt aktiv

von | veröffentlicht am 27.08 2019

Im Zuge bundesweiter Razzien wurden Wohnungen von mutmaßlichen Mitgliedern der neonazistischen „Wolfs-“ und „Sturmbrigaden“ u.a. in Sachsen-Anhalt durchsucht. Dabei zeigte sich auch, dass Nazis in Köthen kein „von außen“ kommendes Problem darstellen.

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AfD 1:5 unterlegen

Wenig los bei AfD-Kundgebung - starker Gegenprotest

von | veröffentlicht am 23.05 2019

Am 22. Mai wollte die AfD in Halle vor den anstehenden Wahlen Stärke zeigen. Doch daraus wurde nichts. Eine Zusammenfassung und Einschätzung.

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Bauhaus gegen Fischfilet

Die Stiftung Bauhaus Dessau kapituliert vor dem rechten Pöbel

von | veröffentlicht am 19.10 2018

Die Kontroverse um das Konzert-Verbot der Stiftung Bauhaus Dessau für die Band “Feine Sahne Fischfilet” könnte eine Provinzposse sein - wenn es nicht um eine international renommierte Institution ginge und darum, dass Nazipöbler mit staatlicher Unterstützung einmal mehr einen Erfolg landen konnten. Vielleicht geht es auch um nicht weniger, als die Selbstaufgabe der sogenannten “demokratischen Mitte”.

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Köthen und Chemnitz: Es geht den Rechten nicht um Trauer, sondern um Raumnahme

Interview mit Torsten Hahnel zur Mobilisierung der Extremen Rechten

von | veröffentlicht am 14.09 2018

In Köthen gab es am vergangenen Wochenende eine Auseinandersetzung zwischen deutschen und afghanischen Staatsbürgern, deren trauriges Ende der Tod eines 22-jährigen Kötheners war. Über den genauen Ablauf der Ereignisse ist bisher wenig bekannt. Zum Teil stellten sich angebliche Beweise, wie die Sprachnachricht einer Zeugin, im Nachhinein als zweifelhaft heraus. Das Todesopfer starb an Herzversagen und die Ermittler schließen Tritte und Schläge gegen den Kopf als Todesursache aus. Die Szene der Extremen Rechten versuchte wie schon zuvor in Chemnitz die Ereignisse für sich zu nutzen. Noch am Sonntag wurde eine Großdemo mit etwa 2500 Teilnehmer_innen durchgeführt. Am nachfolgenden Montag kam es in Köthen und in Halle zu Demonstrationen mit mehreren hundert Teilnehmer_innen. Das Spektrum der Menschen, die dadurch mobilisiert werden konnten, reicht von der bürgerlichen Mitte über die AfD bis hin zu gewaltbereiten Neonazis. Die rechtsextreme Szene scheint von einer neuen Dynamik erfasst und ist in der Lage über vermeintliche Spektrengrenzen hinweg Menschen zu mobilisieren. Torsten Hahnel von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus (AREX) bei Miteinander e.V. beobachtete die Geschehnisse vor Ort. Wir sprachen mit ihm über die Mobilisierung, wie auch über eine geplante weitere Großdemo am Sonntag.

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