Schrift
Texteinreichungen zum Open Call (L)OST?
In literarischen, essayistischen oder poetischen Texte versuchen sich die Autor:innen der Frage zu nähern, was es heißt, (L)OST zu sein: Was verloren macht und was wir gerade jetzt im Osten (wieder)gewinnen können!
Gedichte
Lavender Szymula [they/them]

In diesen Gedichten erzählt Lavender Szymula von den Nachwirkungen der deutschen Teilung, von familiären Erinnerungen, queerer Selbstfindung und den Widersprüchen ostdeutscher Identität. Zwischen Plattenbau, Großelternhaus, Mauer und Gegenwart entsteht ein poetischer Blick auf vererbten Schmerz, Wut und die Frage, was Herkunft mit einem Menschen macht.
Bevor ich zum ersten Fußballspiel meines Lebens ging
Clara Goldammer

Clara Goldammer setzt sich in ihrem Text mit dem Gefühl des Ankommens auseinander. Erste Erfahrungen treffen auf vertraute Traditionen. Und das Gefühl (L)OST zu sein entsteht durch die Brüche zwischen Vertrautheit und Fremdsein. Ein herrlich lebensweltlicher Text, der zeigt, dass es uns „loste“ nicht nur im „Osten“ gibt.
ich = Arbeitertochter
Lotta Ana Höpfner

Lotte Ana Höpfner begibt sich in ihrem Text auf die Suche nach der Muse. Mit gefühlvoller Sprache nimmt sie die Leser:innen auf diese Reise mit, einer Sehnsucht hinterher, die sich nur schwer benennen lässt, die eng mit Heimat und Aufwachsen verbunden ist, auf eine Suche nach ihrer ganz eigenen Definition von Muse.
ein immer gleicher flirrender tag
Emmi Esefeld

Emmi Esefeld beschreibt in beeindruckend ehrlicher Sprache unter drückender Hitze eine Szenerie, die Weltuntergangsstimmung ausstrahlt, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint und die doch Hoffnung auf Veränderung lässt.
Goldene Streben
Jana Hanisch

Jana Hanisch begibt sich in ihrem Text „Goldene Streben“ auf eine Reise – durch ihre Vergangenheit und durch den Osten. Die Fremdheit dieser Orte und die Erinnerungen, die sie auf ihrem Weg macht, verbinden sich in ihrer klaren Erzählsprache zu einem eindringlichen Bild: fremd und vertraut zugleich.
Retroaktivistin
Suse Schröder

Suse Schröder schafft mit „Retroaktivstin“ ein dichtes Plädoyer für einen ungeschönten Blick auf die Vergangenheit – und was davon bleiben kann und gehen muss, wenn sie getrübt ist vom Schatten des SED-Regimes.
Kleinstadteinsamkeit
Friederike Urban

In ihrem Gedicht setzt sich Friedi mit ambivalenten Gefühlen in Bezug auf die Kleinstadt auseinander. Sie findet deren Grenzen, begibt sich auf die Suche nach Verbindung, geht der Einsamkeit auf den Grund und spürt der Sehnsucht nach, die sich in ihr nicht erfüllen lässt.
Ich will nicht mutig sein
Karl Hein

In seinem Prosatext erzählt Karl Hein von einer Zugfahrt zwischen Berlin und Leipzig, die zur Konfrontation mit rechter Gewalt und der eigenen Angst wird. Aus einer alltäglichen Situation entwickelt sich eine persönliche Reflexion über Mut, Privilegien und die Frage, warum Menschen überhaupt gezwungen sein sollten, mutig zu sein.
„Mensch“
Sarah Petermann

In exakter Spracher entwirft Sarah Petermann atmosphärische Bilder, in denen sie das Gefühl lost zu sein einfängt, inmitten von Plattenbauten, Funklöchern und eingerissenen Wänden.
Dinge
David Süß

Auch der Text von David Süß beginnt im Zug. Er entführt uns dann aber in eine Kindheitserinnerung. Der Ort belebt die Zeit wieder und umgekehrt. Ein Klassentreffen. Ein Nachhausekommen und etwas Verlorenes wiederfinden. Doch es hat sich unwiderbringlich verändert, vielleicht ist es sogar LOST.
Horror vacui.
Stefanie Adamitz

Die Leere wird zum Beweis des Fehlens in Stefanie Adamitz dichtem Prosatext „Horror vacui“. Durchsetzt von bruchstückhaften Erinnerungen an ihr Heranwachsen in Sachsen-Anhalt begibt sich die Protagonistin auf den Weg der Leere ins Gesicht zu blicken.
Halle. Lost. Schwarze Angel.
Margo Weisz

In ihrem Text bewegt sich Margo Weisz traumwandlerisch durch Halle, umgeben von Beobachtungen, Erinnerungen und Gefühlen, in denen Traum und Wirklichkeit verschwimmen.

