HaSi bleibt!

Menschenrechte im Welthandel durchsetzen – wie geht das?!

von | veröffentlicht am 07.11 2018

12. November 2018 18:00

Vortrag und Diskussion – Kampagne für UN-Abkommen:

Attac Halle, Friedenskreis Halle e.V. und Demokratie in Bewegung Halle laden zu Vortrag und Diskussion ein
am 12. November 18:00 Uhr
in die „Villa Lewin“, August-Bebel-Straße 48a, 06108 Halle

Ob Lebensmittel, Kleidung oder Kohlestrom: Am Beginn der globalen Produktions- und Lieferketten stehen oft Menschenrechtsvergehen. Unternehmensgewinne speisen sich häufig aus menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, Ausbeutung und Sklaverei, Umweltzerstörung und Landraub bis hin zu Vergewaltigungen, Folter, Mord und Kriegsverbrechen. Von rechtlichen oder wirtschaftlichen Konsequenzen für die Auftraggeber, unter anderem deutsche und in Deutschland agierende Großkonzerne, keine Spur – weder am Ort des Geschehens, noch hierzulande.

Bei den Vereinten Nationen (UN) wird darum derzeit ein verbindliches Abkommen (Binding Treaty) erarbeitet, das Unternehmen weltweit zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichten soll. Doch die EU und insbesondere Deutschland blockieren die Verhandlungen der zuständigen UN-Arbeitsgruppe. Andere Industrieländer wie die USA und Kanada verweigern ganz die Teilnahme.

Unter dem Motto „Menschenrechte vor Profit“ setzt sich das globalisierungskritische Netzwerk Attac zusammen mit Medico International und weiteren Bündnispartnern für einen starken UN-Vertrag ein. Bei einer Vortragsreise stellt Dr. Thomas Köller von Attac die Kampagne vor und erläutert, wie ein starker UN-Menschenrechtsvertrag dazu beitragen könnte, die internationalen Handelsbeziehungen menschenwürdiger und gerechter zu gestalten.

Am 12. November macht die Info-Tour in Halle Station.

Beginn ist um 18 Uhr in der ehemaligen Jugendherberge in der August-Bebel- Str. 48a.

Der Eintritt ist frei.