HaSi bleibt!

Die Farbe meiner Haut – Lesung und Gespräch mit ManuEla Ritz

von | veröffentlicht am 09.07 2019

12. Juli 2019 18:00 - 20:00

Puschkino

Kardinal-Albrecht-Straße 6, Halle

Organized By

NSU-Komplex Auflösen Halle

Die Kampagne „Die doppelte Mauer – Rassismus von DDR bis heute“ macht die Lebensrealität derer sichtbar, die im Wendemärchen-Narrativ vergessen werden. Zu ihnen gehören nicht nur Vertragsarbeiter*innen, sondern auch Schwarze Deutsche, die in der DDR mit dem täglichen Rassismus aufgewachsen sind.

ManuEla Ritz ging in den 80er Jahren als schwarzes Mädchen in Mügeln zur Schule. Eine sächsische Kleinstadt, die 2007 aufgrund von Hetzjagden auf indische Menschen in die Schlagzeilen geriet. Die rassistische Kontinuität, die die Stadt umgibt, macht sich bereits in ManuEla Ritz Buch deutlich. Ihre Lebensrealität als Schwarzes Mädchen, Jugendliche und junge Frau war und ist geprägt von rassistischen Erfahrungen. Irgendwann hat sie gemerkt, wie befreiend es ist, sich zu wehren. Und so wurde aus einer Lebensrealität ein Beruf. Sowohl das Buch, als auch die Lesung belassen es jedoch nicht bei bloßen Beschreibungen, sondern eröffnen Strategien, sich gegen Rassismus zur Wehr zu setzen. Nicht zuletzt gibt ManuEla Ritz in ihrer multi-medialen Lesung Einblicke in Ansätze und Konzepte ihrer antirassistischen Bildungsarbeit.

Diese Veranstaltung ist Teil der Kampagne „Die doppelte Mauer – Rassismus von DDR bis heute“. „Die doppelte Mauer“ bezeichnet, neben der Grenzmauer zwischen West- und Ostdeutschland, die Erfahrung des Abgeschottetseins von Migrant*innen und PoCs in der Gesellschaft der ehemaligen DDR. Die Kampagne möchte diese Erfahrungen und das daraus resultierende Wissen um gesellschaftliche Machtverhältnisse 2019, im Jahr des 30. Wendejubiläums, sichtbar machen und als Erzählungen über DDR und die (Nach-)Wendezeit etablieren. Sie möchte Kontinuitäten von strukturellem sowie personellem Rassismus und Neonazismus seit Gründung der DDR bis zu aktuellen Verhältnissen aufzeigen. Die Kampagne wird koordiniert von der „Initiative 12. August – Gedenken an Delfin Guerra und Raúl Garcia Paret“.

Eine Veranstaltung von:
NSU-Komplex Auflösen Halle
IG Metall Halle-Dessau

Ausschlussklausel:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.