Auf nach Lützerath!

von | veröffentlicht am 23.01 2023

Am 14. Januar hatten Umweltverbände, Klimagruppen und lokale Initiativen in Lützerath zu einer Großdemonstration aufgerufen, um gegen die geplante Abbaggerung des Dorfes zu protestieren. Ein Erfahrungsbericht.

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Kunst in der Unterwelt

Die Premiere von „Im Berg“ nach Franz Fühmann des freien Ensembles p&s am WUK Theater

von | veröffentlicht am 16.01 2023

Der Bergbau im Mansfelder Land gehört zum zentralen Selbstverständnis vieler Leute in der Region. Der DDR-Schriftsteller Franz Fühmann hatte es sich zum Ziel gesetzt, den Bergbau des Mansfelder Landes und seine Effekte im Leben der Menschen dichterisch zu erkunden. Bereits zu Lebzeiten sah Fühmann das Scheitern des Projektes und starb, bevor die Arbeit beendet werden konnte. Das Ensemble p&s begibt sich in seiner neuen Inszenierung am WUK-Theater auf die Spuren Fühmanns. Ein Essay über die Rolle der Kunst untertage.

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„End Fossil: Occupy!“

Audimax in Halle besetzt

von | veröffentlicht am 11.01 2023

Am 09. Januar haben dutzende Aktivist*innen der Gruppe „End Fossil: Occupy! Halle“ das Audimax der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg besetzt. Als Teil der weltweiten Bewegung „End Fossil: Occupy!“ fordern sie das Ende der fossilen Energien und eine sozial-ökologische Wende. 
Statt Vorlesungen werden in den nächsten Tagen verschiedene Vorträge, Workshops und Veranstaltungen im besetzten Hörsaal stattfinden.

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Gespaltener „Widerstand“

Was läuft bei der Bewegung Halle?

von | veröffentlicht am 31.12 2022

Seit mittlerweile 3 Jahren findet in Halle jede Woche eine Demonstration der „Bewegung Halle“ statt. Zwischenzeitlich konnte die Gruppe wochenlang mehrere Tausend Menschen auf die Straße bringen und stand zeitweise wöchentlich in der Öffentlichkeit. Diese Präsenz besitzt die „Bewegung Halle“ schon länger nicht mehr. 
Abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit entwickelt sich der Protest weiter und Tendenzen, die bereits zu Beginn der Demonstrationen zu beobachten waren, setzen sich weiter fort. 

Eine Bestandsaufnahme der Entwicklung und Veränderung der verschwörungsideologischen Szene angesichts aktueller Krisen.

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Julian Assange und das Märchen vom Rechtsstaat

von | veröffentlicht am 30.12 2022

Seit der Intensivierung des Ukraine-Kriegs Anfang des Jahres, ist es zunehmend bis weit in linksliberale Milieus verbreitet, von der „freien westlichen Welt“ zu reden. Dabei ist es ein unumstößlicher Fakt, dass die USA – auch jetzt in diesem Moment – durch oder mit Hilfe ihrer Verbündeten, politische Dissident*innen foltert. Die westliche Freiheit gilt also nur, wenn sie bestimmten staatlichen oder nichtstaatlichen Interessen nicht im Wege steht. Ist es aber nicht in der Theorie ein zentrales Charakteristikum von demokratisch verfassten Rechtsstaaten, dass das Recht auch für die Mächtigen gilt?

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Klimabildungswoche an der Universität Halle

Bericht über die Public Climate School im Wintersemester 2022/23

von | veröffentlicht am 14.12 2022

Auch in diesem Semester fand an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wieder die Klimabildungswoche statt. Wie in jedem Semester wird die bundesweite Aktion auf lokaler Ebene von den Ortsgruppen organisiert. Dieses Semester konnten sich die Students for Future Halle derweil über große Unterstützung von den einzelnen Fachbereichen der Universität freuen.

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Zerstörte Idyllen und geschwätzige Diskurse

Ein Theaterstück über das Tunguska-Ereignis

von | veröffentlicht am 11.12 2022

Am 25. November feierte das sehr gelungene Stück „Tunguska – Eine transsibirische Theaterexpedition“ des Theaterensembles Aggregate unter der Regie von Silvio Beck im WUK Theater Premiere. Das so genannte Tunguska-Ereignis war eine rätselhafte Explosion am 30. Juni 1908 in Sibirien. Trotz mannigfaltiger wissenschaftlicher und literarischer Erklärungsversuche konnte bisher keine zweifelsfreie Ursache festgestellt werden. Im geradezu zwanghaften Begehren, die Vorgänge rational zu erklären, entsteht eine „Art zweite Katastrophe“, in der das historische Ereignis plötzlich Ausgangspunkt einer eigenen Welt von Erklärungen, Deutungsangeboten und Sinnsuchen wird.

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Mietende lehnen sich auf

Prekäre Wohnzustände im Südpark

von | veröffentlicht am 23.11 2022

Keine Heizung, kaltes Wasser, Kakerlaken und Schimmel: die Wohnsituation in den Wohnungen der „belvona Real Estate GmbH“ im Südpark (Halle-Neustadt) ist prekär. Die Bündnisse „Halle Zusammen“ und „Genug ist Genug Halle" haben gemeinsam eine Küfa (Küche für Alle) mit Haustürgesprächen und Vernetzungstreffen organisiert. Die Wut der Mietenden sei hoch – aber auch die Bereitschaft zur Vernetzung und zum Mietkampf.

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Allegorien auf die Klassengesellschaft

Die Premiere von „Ab in den Wald“ an der Oper Halle

von | veröffentlicht am 17.11 2022

Seit dem 12. November läuft „Ab in den Wald“ an der Oper Halle, eine Neufassung des Broadway-Musicals „Into the Woods“ von 1987. Inszeniert von der Regisseurin Louisa Proske und unter musikalischer Leitung von Yonatan Cohen stellt dieses Werk eine musikalische Bearbeitung verschiedener Märchen dar und zeigt einmal mehr den kreativen Output des halleschen Opernhauses. Was uns dieses Märchen-Potpourri zudem über die moderne Gesellschaft zu sagen hat, habe ich in diesem Text analysiert.

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Dieser Markt bleibt grausam – der Gaspreisdeckel hält daran fest

Warum eine gerechte Krisenpolitik noch erkämpft werden muss

von | veröffentlicht am 12.11 2022

In ihrem entsprechenden Artikel im Transit-Magazin erklären Helene Weidner und Kilian de Ridder insgesamt sehr verständlich, wie der Gaspreisdeckel funktionieren soll. Ihrer Bewertung des Vorhabens als Idee, die die verfehlte Krisenpolitik der Bundesregierung auf eine radikale Ebene holen würde, ist aber zu widersprechen. Dabei ist es absolut richtig, dass auch Dogmatismus und Sexismus bisher dazu geführt haben, dass der Gaspreisdeckel, der schon früh von der Wissenschaftlerin Isabella Weber empfohlen wurde, erst jetzt angegangen werden soll. Trotzdem wird der „Deckel“ umgesetzt, weil er sich bestens in die neoliberale Logik des Krisenmarktes einfügen lässt.
Ein Debattenbeitrag.

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